Inmitten eines schwierigen Marktumfelds und weiterhin negativen Zahlen bleibt Mister Spex SE im Jahr 2025 eigenen Angaben nach auf strategischem Kurs. Während der Umsatz im zweiten Quartal hinter den Erwartungen zurückblieb, hält das Unternehmen an seiner EBIT-Prognose fest und setzt weiter auf langfristige Profitabilität durch das Programm SpexFocus.
Aufgrund rückläufiger Erlöse im Onlinegeschäft und intensivem Wettbewerbsdruck, insbesondere im Sonnenbrillensegment, hat Mister Spex seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2025 von bisher -5 % bis -10 % auf nun -10 % bis -20 % angepasst. Die EBIT-Marge soll jedoch weiterhin zwischen -5 % und -15 % liegen. Dies entspricht laut Unternehmen einer Verbesserung um etwa 1,3 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr.
Strategischer Fokus auf Profitabilität statt Rabattschlachten
Mister Spex verzichtet bewusst auf aggressive Preiskämpfe und folgt stattdessen einer disziplinierten Preispolitik. Diese Strategie soll zu einer höheren Bruttomarge führen und den Cashflow stabilisieren. Der durchschnittliche Bestellwert konnte im Jahresverlauf um 11 % gesteigert werden – bei Korrektionsbrillen sogar um 23 %.
Das im Mai eingeführte Abonnementmodell trägt bereits erste Früchte und soll durch wiederkehrende Umsätze und eine stärkere Kundenbindung zur nachhaltigen Entwicklung beitragen. Zum Jahresende erwartet Mister Spex liquide Mittel von rund 65 Millionen Euro, mit einer Schwankungsbreite von ±5 Millionen Euro.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
SpexFocus als langfristiger Hebel
Das Transformationsprogramm SpexFocus zielt auf mehr Effizienz, Kostendisziplin und stabile Erträge ab. CEO Tobias Krauss sieht die Fortschritte als Bestätigung des eingeschlagenen Kurses: Innerhalb von fünf Monaten sei das EBIT auf etwa 6 Millionen Euro verbessert worden. Die vollständigen Zahlen für das zweite Quartal sollen am 28. August 2025 veröffentlicht werden.


