Der Temu-Mutterkonzern PDD Holdings hat im dritten Quartal 2025 seine Einnahmen und Gewinne gesteigert, trotz eines anspruchsvollen Marktumfelds und steigender Kosten. Das Unternehmen meldete einen Umsatz von 108,3 Milliarden Renminbi (rund 15,2 Milliarden Euro), was einem Zuwachs von 9 % im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht.
Marketing- und Transaktionsdienste als Wachstumstreiber
Ein Großteil des Wachstums wurde durch höhere Einnahmen aus Online-Marketing- und Transaktionsdiensten erzielt. Die Marketingerlöse stiegen um 8 % auf 53,3 Milliarden Renminbi (ca. 7,5 Mrd. Euro), während die Transaktionsdienste um 10 % auf 54,9 Milliarden Renminbi (rund 7,7 Mrd. Euro) zulegten.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Anstieg bei Kosten und Investitionen
Die Kosten der Umsätze kletterten deutlich um 18 % auf 46,8 Milliarden Renminbi (ca. 6,6 Mrd. Euro), was laut Unternehmen auf gestiegene Fulfillment-, Server- und Zahlungsabwicklungskosten zurückzuführen ist. Auch die Forschungs- und Entwicklungsausgaben legten kräftig um 41 % auf 4,3 Milliarden Renminbi (etwa 608 Mio. Euro) zu. Dies ist hauptsächlich auf höhere Personalkosten sowie gestiegene technische Infrastrukturkosten zurückzuführen.
Ergebnis verbessert – trotz wachsender Ausgaben
Der operative Gewinn lag mit 25 Milliarden Renminbi (rund 3,5 Mrd. Euro) leicht über dem Vorjahreswert. Bereinigt um aktienbasierte Vergütungen und Bewertungsänderungen bei Investitionen lag das operative Ergebnis bei 27,1 Milliarden Renminbi (etwa 3,8 Mrd. Euro). Der Nettogewinn kletterte um 17 % auf 29,3 Milliarden Renminbi (rund 4,1 Mrd. Euro). Auf Non-GAAP-Basis betrug der Gewinn sogar 31,4 Milliarden Renminbi (ca. 4,4 Mrd. Euro), ein Plus von 14 %.
Strategie: Plattformwachstum durch Händlerunterstützung
Laut CEO Lei Chen markiert das Jahr 2025 das zehnjährige Bestehen von PDD Holdings. Das Unternehmen wolle seinen öffentlichen Auftrag stärken und weiter in Händlerunterstützung investieren. Auch Co-CEO Jiazhen Zhao betonte den langfristigen Fokus und das Ziel, nachhaltiges Wachstum im Plattformgeschäft zu sichern.
Finanzchefin Jun Liu warnte allerdings vor möglichen Schwankungen bei den künftigen Ergebnissen, da verstärkte Investitionen in das Ökosystem und neue Händlerinitiativen zu temporären Belastungen führen könnten.
Starke Bilanz und Cashflow
Der operative Cashflow stieg deutlich auf 45,7 Milliarden Renminbi (etwa 6,4 Mrd. Euro), gegenüber 27,5 Milliarden im Vorjahr. Die liquiden Mittel und kurzfristigen Anlagen beliefen sich auf 423,8 Milliarden Renminbi (rund 59,5 Mrd. Euro), was die solide finanzielle Position des Unternehmens unterstreicht.


