Der US-Konsumgüterkonzern Procter & Gamble (P&G) ist mit einem Umsatzplus von vier Prozent in das Geschäftsjahr 2026/27 gestartet. Von Juli bis September 2026 stiegen die Erlöse auf 23,3 Milliarden US-Dollar. Auch organisch erreichte das Unternehmen vier Prozent Wachstum. Während höhere Absatzmengen das Geschäft stützten, belasteten gestiegene Kosten die Profitabilität. Nach der Übernahme von Thorne passte P&G seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr an.
P&G steigert Umsatz und Gewinn leicht
Im ersten Geschäftsquartal erhöhte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahreswert von 22,4 Milliarden Dollar um vier Prozent. Das organische Wachstum lag ebenfalls bei vier Prozent.
Die verkauften Mengen stiegen um 2,4 Prozent. Ein günstigerer Produktmix unterstützte die Entwicklung zusätzlich, während Preiserhöhungen nur einen geringen Beitrag leisteten.
Der Nettogewinn erreichte 4,8 Milliarden Dollar. Das verwässerte Ergebnis je Aktie verbesserte sich um ein Prozent auf 1,97 Dollar. Bereinigt um bestimmte Sondereffekte stieg der Gewinn je Aktie ebenfalls um ein Prozent auf 2,00 Dollar.
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Waschmittel und Kosmetik treiben Wachstum
Alle fünf Geschäftsbereiche erzielten organische Umsatzzuwächse. Besonders positiv entwickelten sich die Segmente Beauty, Grooming sowie Fabric & Home Care mit jeweils rund fünf Prozent Wachstum.
Im Bereich Wasch- und Haushaltsprodukte profitierte P&G insbesondere von höheren Absatzmengen in Nordamerika und Europa. Bei Kosmetik- und Pflegeprodukten unterstützten Innovationen sowie eine stärkere Nachfrage nach Premiumartikeln die Entwicklung.
Das Gesundheitsgeschäft wuchs organisch um rund drei Prozent. Auch Baby-, Damenhygiene- und Familienprodukte erreichten ein Plus von drei Prozent.
Allerdings gingen die Absatzmengen im Gesundheitssegment zurück. Das Wachstum resultierte dort vor allem aus höheren Preisen und einem günstigeren Produktmix.
Höhere Kosten drücken Gewinnmargen
Trotz steigender Umsätze geriet die Rentabilität unter Druck. Die ausgewiesene Bruttomarge verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Prozentpunkte.
Verantwortlich waren insbesondere höhere Rohstoffkosten und zusätzliche Investitionen in Produkte. Einsparungen durch Produktivitätsverbesserungen und geringere Zollbelastungen konnten diese Effekte nur teilweise ausgleichen.
Die operative Marge sank um 0,7 Prozentpunkte. Gleichzeitig reduzierte P&G den Anteil der Vertriebs- und Verwaltungskosten am Umsatz durch Effizienzsteigerungen.
Thorne-Übernahme verändert Umsatzprognose
Für das gesamte Geschäftsjahr 2026/27 erwartet P&G nun ein berichtetes Umsatzwachstum zwischen zwei und vier Prozent. Die angepasste Prognose berücksichtigt die Übernahme von Thorne zum 1. Oktober 2026. Die Erwartung für das organische Umsatzwachstum bleibt unverändert bei einem bis drei Prozent.
Auch die Gewinnprognose bestätigte der Konzern. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll zwischen 6,89 und 7,11 Dollar liegen. Der Mittelwert beträgt sieben Dollar.
Belastungen entstehen vor allem durch steigende Rohstoff-, Energie- und Transportkosten. Insgesamt erwartet P&G aus verschiedenen Kostenfaktoren einen negativen Ergebniseffekt von 0,79 Dollar je Aktie.
P&G plant hohe Ausschüttungen
Im ersten Quartal erwirtschaftete P&G einen operativen Cashflow von 5,8 Milliarden Dollar. Insgesamt flossen 3,9 Milliarden Dollar an die Aktionäre, davon 2,6 Milliarden über Dividenden und 1,3 Milliarden durch Aktienrückkäufe.
Für das gesamte Geschäftsjahr plant der Konzern Dividendenausschüttungen von mehr als zehn Milliarden Dollar sowie Aktienrückkäufe im Umfang von rund fünf Milliarden Dollar.
Konzernchef Shailesh Jejurikar sieht P&G trotz wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheiten auf Kurs. Entscheidend bleibt, das Absatzwachstum fortzusetzen und gleichzeitig die steigenden Kosten durch Effizienzmaßnahmen zu begrenzen.


