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Unilever steigert Quartalsumsatz und hebt Wachstumsprognose an

Logo von Unilever auf einem Gebaeude
Foto: Unilever

Key takeaways

➟ Unilever steigert den Quartalsumsatz 2026 um 6,7 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro. Starke Pflege- und Haushaltsmarken treiben das Wachstum, während der Konzern seine Absatzprognose anhebt.

Lesezeit ca. 3 Minuten

Der Konsumgüterkonzern Unilever hat im dritten Quartal 2026 seinen Umsatz um 6,7 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro gesteigert. Das bereinigte organische Umsatzwachstum erreichte 5,2 Prozent, getragen von einem Absatzplus von 2,9 Prozent und Preiserhöhungen von 2,3 Prozent.

Besonders stark entwickelten sich Körperpflege, Kosmetik und Haushaltsprodukte. Nach dem erfolgreichen Geschäftsverlauf hebt Unilever seine Prognose für das Absatzwachstum im Gesamtjahr an.

Unilever erwartet mindestens drei Prozent Mengenwachstum

Für 2026 rechnet der Konzern weiterhin mit einem organischen Umsatzwachstum zwischen vier und sechs Prozent. Die operative Marge soll sich gegenüber dem Vorjahreswert von 20 Prozent leicht verbessern.

Die Prognose für das organische Absatzwachstum wurde dagegen angehoben. Unilever erwartet nun mindestens drei Prozent für das Gesamtjahr und ein organisches Umsatzplus von rund fünf Prozent im zweiten Halbjahr.

Die wichtigsten Marken des Konzerns entwickelten sich überdurchschnittlich. Die sogenannten Power Brands erzielten ein organisches Umsatzwachstum von 5,8 Prozent und steigerten ihre Absatzmengen um 3,3 Prozent.

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Haushaltsprodukte wachsen um 9,1 Prozent

Das stärkste Wachstum verzeichnete die Sparte Home Care. Der organische Umsatz stieg um 9,1 Prozent, wobei das Absatzvolumen um 5,4 Prozent und die Preise um 3,6 Prozent zulegten.

Insbesondere Waschmittel und Textilpflegeprodukte entwickelten sich positiv. Die Marke Cif erzielte erneut zweistellige Zuwächse, während auch Comfort zum Wachstum beitrug.

Wichtige Impulse kamen aus Indien, Brasilien und weiteren Schwellenländern. Gleichzeitig reagierte Unilever mit höheren Verkaufspreisen auf gestiegene Rohstoffkosten.

Dove und Vaseline treiben Pflegegeschäft an

Im Bereich Personal Care erhöhte sich der organische Umsatz um 6,3 Prozent. Das Absatzvolumen wuchs um 3,8 Prozent, während Preisanpassungen weitere 2,4 Prozentpunkte beitrugen.

Die Nachfrage nach Hautreinigungsprodukten und Deodorants blieb hoch. Besonders Dove entwickelte sich mit zweistelligen Wachstumsraten positiv. Auch die Marken Wild und Dr. Squatch legten deutlich zu.

Beauty & Wellbeing erreichte ein organisches Umsatzplus von 5,7 Prozent. Neben Dove und Vaseline verzeichneten Sunsilk, Clear und K18 zweistellige Zuwächse.

Schwächer entwickelte sich das Geschäft mit Wellnessprodukten. Hier wirkten sich unter anderem zeitliche Verschiebungen von Lieferungen im Zusammenhang mit dem Amazon Prime Day aus.

Lebensmittelgeschäft bleibt nahezu unverändert

Die Sparte Foods erreichte lediglich ein organisches Umsatzwachstum von 0,1 Prozent. Das Absatzvolumen sank um 1,1 Prozent, während höhere Preise den Rückgang weitgehend ausglichen.

Vor allem im US-amerikanischen Geschäft mit Saucen und Würzmitteln belasteten intensiver Wettbewerb und eine verhaltene Nachfrage die Entwicklung. Unilever reagiert mit Produktinnovationen und Preisanpassungen.

Das Geschäft mit professionellen Gastronomiekunden entwickelte sich dagegen besser. Unilever Food Solutions erzielte ein niedriges einstelliges Wachstum, unterstützt durch eine stärkere Nachfrage in Nordamerika.

Schwellenländer wachsen um 9,5 Prozent

Regional kamen die wichtigsten Wachstumsimpulse aus den Schwellenländern. Dort stieg der organische Umsatz um 9,5 Prozent, getragen von einem Mengenwachstum von sechs Prozent.

Besonders Indien, die Türkei, Vietnam und Pakistan verzeichneten zweistellige Zuwächse. Auch Lateinamerika und Südostasien entwickelten sich dynamisch.

In den entwickelten Märkten ging der organische Umsatz dagegen um 0,9 Prozent zurück. Europa verzeichnete ein Minus von 1,7 Prozent, während Nordamerika um 0,7 Prozent nachgab.

Zusammenschluss mit McCormick schreitet voran

Unilever arbeitet weiterhin an der geplanten Zusammenführung seines Lebensmittelgeschäfts mit dem US-Gewürzhersteller McCormick. Die im März 2026 vereinbarte Transaktion soll den Konzern stärker auf Körperpflege, Kosmetik und Haushaltsprodukte ausrichten.

Nach Unternehmensangaben verlaufen die Vorbereitungen planmäßig. Mehr als 200 Beschäftigte arbeiten in bereichsübergreifenden Projektteams an der organisatorischen Trennung und Integration.

Der Abschluss steht noch unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen und der Zustimmung der McCormick-Aktionäre. Auch die erforderlichen Arbeitnehmervertretungsverfahren müssen abgeschlossen werden.

Unilever erhöht Quartalsdividende um drei Prozent

Die Quartalsdividende beträgt 0,4664 Euro je Aktie. Gegenüber dem dritten Quartal 2025 entspricht dies einer Erhöhung um drei Prozent.

Neben Ausschüttungen an die Aktionäre will Unilever weiterhin in Marken, Produktinnovationen und Effizienzsteigerungen investieren. Ergänzend setzt der Konzern auf gezielte Übernahmen und den Verkauf ausgewählter Geschäftsbereiche.

Mit der stärkeren Konzentration auf margen- und wachstumsorientierte Konsumgütersegmente will Unilever seine Wettbewerbsposition langfristig verbessern.

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