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Reallöhne steigen 2025 – Einkommen nähern sich wieder Vorkrisenniveau

Mehrere 50 Euro-Geldscheine hinter einer Lupe
Foto: Pixabay

Key takeaways

Die Einkommen in Deutschland legen 2025 spürbar zu: Mit einem Nominallohnplus von 4,2 Prozent und einer Inflation von 2,2 Prozent ergibt sich ein Reallohnanstieg von 1,9 Prozent – der stärkste reale Zuwachs seit mehreren Jahren. Damit setzt sich die Erholung nach den Krisenjahren fort und das Lohnniveau nähert sich wieder dem Vorkrisenwert von 2019 an.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Einkommen der Beschäftigten in Deutschland haben sich 2025 spürbar verbessert. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, erhöhten sich die Nominallöhne im Jahresvergleich um 4,2 Prozent. Gleichzeitig legten die Verbraucherpreise um 2,2 Prozent zu. Daraus ergibt sich ein Reallohnplus von 1,9 Prozent – der stärkste reale Zuwachs seit mehreren Jahren. Nach den Rückgängen in den Krisenjahren 2020 bis 2023 setzt sich damit die Erholung fort. Mit einem Reallohnindex von 100 Punkten nähert sich das Lohnniveau wieder dem Wert von 2019 (100,5 Punkte).

Unterschiede zwischen Branchen

Am stärksten zogen die Verdienste 2025 in der Finanz- und Versicherungsbranche an (+5,7 %). Auch freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (+5,3 %) sowie Erziehung und Unterricht (+5,0 %) verzeichneten deutliche nominale Zuwächse. Vergleichsweise schwach fiel der Anstieg in der Landwirtschaft (+3,3 %), im verarbeitenden Gewerbe (+3,3 %) und im Bergbau (+2,8 %) aus.

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Frauen und Geringverdienende profitieren überdurchschnittlich

Unter den Vollzeitbeschäftigten stiegen die Verdienste insgesamt um 4,3 Prozent. Frauen verzeichneten dabei mit +4,8 Prozent einen höheren nominalen Zuwachs als Männer (+4,1 Prozent). Besonders stark fielen die Lohnsteigerungen erneut bei Geringverdienenden aus: Das unterste Einkommensquintil erzielte ein Plus von 6,0 Prozent. Am oberen Ende der Verdienstskala lagen die Zuwächse dagegen bei lediglich 3,7 Prozent.

Auch Auszubildende profitierten überproportional und erreichten ein Lohnplus von 6,3 Prozent. Geringfügig Beschäftigte hatten mit einem Anstieg von lediglich 0,5 Prozent kaum reale Einkommensgewinne.

Positive Entwicklung auch im 4. Quartal 2025

Im Schlussquartal des Jahres stiegen die Reallöhne ebenfalls um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Während die Nominallöhne um 4,1 Prozent zulegten, erhöhten sich die Verbraucherpreise um 2,2 Prozent. Die höchsten nominalen Zuwächse entfielen auf die Bereiche Grundstücks- und Wohnungswesen (+8,1 %), Erziehung und Unterricht (+6,7 %) sowie Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (+6,5 %).

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