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Saks Global: Nochmal ein CEO-Wechsel kurz vor Insolvenz?

Saks Global CEO Richard Baker
Foto: Saks Global

Key takeaways

Saks Global steht vor dem Insolvenzantrag – und CEO Richard Baker, der auch Miteigentümer von Galeria ist, tritt überraschend zurück. An seine Stelle soll der frühere Neiman-Marcus-Chef Geoffroy van Raemdonck treten. Der Führungswechsel erfolgt mitten in der wohl kritischsten Phase des Unternehmens.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Saks Global steht kurz vor dem Gang in die Insolvenz – und mitten in dieser angespannten Phase soll CEO Richard Baker nach weniger als zwei Wochen das Unternehmen wieder verlassen. Laut Bloomberg arbeitete der Galeria-Miteigentümer Baker bereits seit einigen Tagen an seinem Rückzug, nachdem er erst am 2. Januar die Nachfolge von Marc Metrick angetreten hatte.

Die Nachfolge ist bereits geregelt: Geoffroy van Raemdonck, früherer CEO von Neiman Marcus, soll die Führung übernehmen. Das berichten Bloomberg und das Wall Street Journal übereinstimmend. Van Raemdonck bringt zwei enge Vertraute aus seiner früheren Zeit bei Neiman Marcus mit und soll die Restrukturierung des Konzerns während eines möglichen Insolvenzverfahrens verantworten. Dieses könnte laut Reuters bereits in Kürze eingeleitet werden.

Milliardenfinanzierung in Vorbereitung

Parallel zur Neuaufstellung der Führungsetage verhandelt das Unternehmen mit Gläubigern über ein Finanzierungspaket in Höhe von 1,75 Milliarden US-Dollar (rund 1,6 Milliarden Euro). Dieses soll es ermöglichen, dass die bekannten Filialmarken Saks Fifth Avenue, Bergdorf Goodman und Neiman Marcus während der Umstrukturierung geöffnet bleiben.

Saks Global ist aus der Fusion von Saks und Neiman Marcus im Jahr 2024 hervorgegangen. Die 2,7 Milliarden Dollar schwere Transaktion wurde damals mit rund zwei Milliarden Dollar Fremdkapital sowie Beteiligungen namhafter Investoren wie Amazon, Salesforce und Authentic Brands finanziert. Ziel war es, ein Luxuswarenhaus mit erheblicher Marktmacht zu schaffen. Doch der Deal erfolgte in einem zunehmend schwierigen Marktumfeld: Die weltweiten Umsätze im Luxussegment schwächeln, und viele Marken setzen verstärkt auf den Direktvertrieb über eigene Kanäle.

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Rückkehr eines Krisenmanagers

Van Raemdonck gilt als erfahrener Sanierer. Bereits während seiner Amtszeit bei Neiman Marcus hatte er das Unternehmen durch ein pandemiebedingtes Insolvenzverfahren geführt und erfolgreich restrukturiert. Nach der Übernahme durch Saks im Jahr 2024 war er jedoch zunächst ausgeschieden. Nun soll er den Turnaround auch bei Saks Global leiten – unter deutlich schwierigeren Voraussetzungen.

Sowohl Saks Global als auch Van Raemdonck selbst äußerten sich bislang nicht öffentlich zur Personalie.

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