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HDE fordert Senkung der Körperschaftsteuer schon ab 2026

Mann mit Taschenrechner
Symbolbild - Foto: Freepik

Key takeaways

Der Handelsverband Deutschland unterstützt den Vorschlag zur Vorziehung der Körperschaftsteuersenkung auf 2026. Er fordert zugleich, auch Personenunternehmen frühzeitig zu entlasten. Gerade im Einzelhandel seien viele Betriebe inhabergeführt. Eine gerechte Steuerreform müsse alle Rechtsformen einbeziehen, um Investitionen zu ermöglichen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der Handelsverband Deutschland (HDE) begrüßt die jüngsten politischen Initiativen zur Vorziehung der geplanten Körperschaftsteuersenkung. Konkret unterstützt der Verband die Vorschläge von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Baden-Württembergs Finanzminister Danyal Bayaz, den Körperschaftsteuersatz nicht erst ab 2028, sondern bereits ab 2026 zu senken.

Entlastung soll alle Unternehmensformen erreichen

HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth hebt hervor, dass eine frühere Entlastung der Kapitalgesellschaften die Investitionsfähigkeit vieler Unternehmen stärken würde. Gleichzeitig mahnt er jedoch an, die Personenunternehmen – also insbesondere inhabergeführte Betriebe – nicht zu vernachlässigen. „Die Senkung des Körperschaftsteuersatzes ist nur eine Hälfte des Investitionsboosters“, so Genth. Die andere Hälfte sei eine gleichwertige Entlastung bei den auf einbehaltene Gewinne erhobenen Steuern für Personenunternehmen.

Der HDE fordert, dass beide Unternehmensformen nach Abschluss der Reformen einer Steuerlast von 25 Prozent unterliegen sollten. Gerade im Einzelhandel seien zahlreiche Betriebe inhabergeführt und häufig als Familienunternehmen organisiert. Deshalb müssten alle steuerlichen Entlastungen zeitgleich umgesetzt werden, um faire Bedingungen zu schaffen.

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Einzelhandel sieht politische Verantwortung

Genth verweist auch auf die aktuellen Herausforderungen der Branche: Der Wettbewerbsdruck durch Anbieter aus Fernost sowie die Gefahr leerer Innenstädte erforderten gezielte Investitionen – möglich nur mit verlässlichen steuerlichen Rahmenbedingungen. Eine frühere Körperschaftsteuersenkung könne hier ein wichtiges Signal senden.

Die Bundesregierung hatte im Frühjahr 2025 eine schrittweise Senkung der Körperschaftsteuer auf zehn Prozent beschlossen – allerdings erst ab dem Jahr 2028. Vor dem Hintergrund der konjunkturellen Lage haben Söder und Bayaz nun dafür plädiert, den Prozess vorzuziehen und noch innerhalb der aktuellen Legislaturperiode abzuschließen. Der HDE teilt diese Forderung – allerdings unter der Prämisse, dass auch Einzelunternehmer spürbar entlastet werden.

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