Nach der Übernahme des insolventen Sportartikelhändlers Sportscheck durch die italienische Cisalfa Group erhalten die Gläubiger deutlich höhere Auszahlungen als ursprünglich prognostiziert. Die Quotenauszahlungen bei der Sportscheck GmbH belaufen sich auf 65 Prozent und bei der Sportscheck Stationär GmbH auf 62 Prozent – deutlich mehr als die im Insolvenzplan veranschlagten Werte.
Gründe für die höhere Quote
Wie das Handelsblatt berichtet, erklärte Insolvenzverwalter Axel Bierbach, dass die Quoten bei Sportscheck rund 25 Prozent und bei Sportscheck Stationär rund acht Prozent über den ursprünglichen Erwartungen liegen. Eine reibungslose Übernahme durch Cisalfa habe zu höheren Mittelzuflüssen geführt. Außerdem seien die Forderungen der Gläubiger niedriger ausgefallen als zunächst angenommen.
Ein weiterer entscheidender Punkt war die schnelle Neuvermietung des ehemaligen Sportscheck-Stammhauses in München. Dadurch sei der wirtschaftliche Schaden für Vermieter deutlich geringer ausgefallen als befürchtet.
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Weitere Auszahlung geplant
Eine abschließende Auszahlung an die Gläubiger ist für 2026 vorgesehen. Voraussetzung ist, dass bis dahin alle noch offenen Punkte des Insolvenzverfahrens bearbeitet sind.
Hintergrund zur Insolvenz
Sportscheck war in Folge der Pleite seines österreichischen Eigentümers Signa selbst in die Insolvenz geraten. Der Investor Rene Benko hatte das Unternehmen erst 2020 vom Otto-Konzern übernommen. Nach dem Zusammenbruch von Signa Ende 2023 übernahm die italienische Cisalfa Group im Mai 2024 den Münchener Händler.


