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Zwei von drei lokalen Dienstleistern nutzen KI mehrmals pro Woche

AI-Taste auf einem PC-Keyboard
Foto: Bolivia Inteligente / Unsplash

Key takeaways

Textarbeit, Recherche und Kundenkommunikation gehören zu den wichtigsten Einsatzfeldern künstlicher Intelligenz in kleinen Betrieben. Ein eBefragung zeigt zugleich deutliche Zeitgewinne, aber auch weiterhin hohen Kontrollbedarf.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Künstliche Intelligenz ist bei vielen kleinen Handwerks- und Dienstleistungsbetrieben im Arbeitsalltag angekommen. In einer Befragung von Trustlocal unter 80 angeschlossenen Dienstleistern gaben 66 Prozent an, KI mindestens mehrmals pro Woche beruflich einzusetzen. 44 Prozent nutzen entsprechende Anwendungen täglich oder fast täglich.

Lediglich fünf Prozent verzichten beruflich vollständig auf KI. Besonders verbreitet sind allgemeine Textanwendungen wie ChatGPT, Gemini oder Copilot, die von 74 Prozent der Befragten eingesetzt werden. Bild- und Design-KI kommt bei 31 Prozent zum Einsatz, während jeweils 25 Prozent KI-Funktionen in Branchensoftware beziehungsweise Sprach- und Transkriptionslösungen verwenden.

Texte und Recherche stehen im Mittelpunkt

Der größte Nutzen zeigt sich bislang bei wiederkehrenden Aufgaben im Büro und in der Kommunikation. 51 Prozent der Befragten schreiben Texte durch KI seltener vollständig neu, während 45 Prozent Informationen schneller finden.

Jeweils 31 Prozent berichten von Vorteilen bei der Beantwortung von Kundenanfragen, bei Büro- und Verwaltungsaufgaben sowie bei der Vorbereitung fachlicher Entscheidungen. 24 Prozent können nach eigener Einschätzung Angebote schneller erstellen.

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Jeder Vierte spart mindestens drei Stunden

Der KI-Einsatz führt bei einem Teil der Unternehmen bereits zu messbaren Zeitgewinnen. 25 Prozent der Befragten sparen nach eigener Einschätzung mindestens drei Arbeitsstunden pro Woche, 15 Prozent sogar fünf Stunden oder mehr. Weitere 21 Prozent beziffern ihre Ersparnis auf eine bis drei Stunden.

Die Ergebnisse deuten damit vor allem auf eine Entlastung bei vorbereitenden und administrativen Tätigkeiten hin. Fachliche Entscheidungen und persönliche Kommunikation werden durch die Anwendungen bislang nicht vollständig ersetzt.

Ergebnisse werden weiterhin kontrolliert

Trotz der häufigen Nutzung verlassen sich die Dienstleister nicht uneingeschränkt auf KI. 56 Prozent geben an, erzeugte Ergebnisse sorgfältig überprüfen zu müssen. Jeweils 41 Prozent korrigieren unklare oder falsche Aussagen beziehungsweise überarbeiten Texte, damit diese persönlicher wirken.

Auch Datenschutz bleibt ein Thema. 30 Prozent der Befragten müssen beim Einsatz entsprechender Anwendungen zusätzliche Datenschutzfragen berücksichtigen. Der Produktivitätsgewinn geht damit weiterhin mit Kontroll- und Prüfaufwand einher.

KI erreicht die Kundenkommunikation

Auch bei neuen Kundenanfragen spielt künstliche Intelligenz zunehmend eine Rolle. 39 Prozent nutzen KI für Antwortentwürfe, 28 Prozent für die Formulierung von Rückfragen und 26 Prozent zur Vorbereitung von Angeboten.

Gleichzeitig beobachten 45 Prozent der befragten Dienstleister, dass ihre Kunden selbst häufiger KI einsetzen. Trustlocal nutzt die Technologie ebenfalls und bietet unter anderem einen AI Assistant zur Unterstützung bei der Bearbeitung von Kundenanfragen an.

Ergebnisse sind nicht repräsentativ

Die Befragung umfasst 80 Dienstleister, die bereits an die Trustlocal-Plattform angeschlossen sind. 60 Prozent arbeiten allein in ihrem Unternehmen, weitere 21 Prozent beschäftigen zwischen zwei und vier Personen. 61 Prozent der teilnehmenden Betriebe bestehen seit mindestens zehn Jahren.

Die Ergebnisse liefern damit einen Einblick in die KI-Nutzung kleiner lokaler Unternehmen, sind jedoch nicht auf sämtliche Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe in Deutschland übertragbar. Trustlocal weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich nicht um eine repräsentative Statistik handelt.

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