Der US-Logistikkonzern UPS hat im dritten Quartal 2026 seinen Umsatz um 6,7 Prozent auf 22,9 Milliarden US-Dollar gesteigert. Alle drei Geschäftsbereiche verzeichneten Zuwächse, während sich insbesondere das internationale Paketgeschäft positiv entwickelte.
Nach den Quartalsergebnissen erhöht das Unternehmen seine Finanzprognose für das Gesamtjahr. UPS rechnet nun mit einem Jahresumsatz von rund 92,6 Milliarden Dollar und einem bereinigten operativen Gewinn von etwa 8,75 Milliarden Dollar.
UPS erzielt 22,9 Milliarden Dollar Quartalsumsatz
Das operative Konzernergebnis erreichte im dritten Quartal 1,7 Milliarden Dollar. Bereinigt um Sondereffekte lag der operative Gewinn bei 2,1 Milliarden Dollar.
Die ausgewiesene operative Marge betrug 7,6 Prozent. Auf bereinigter Basis erreichte UPS eine Umsatzrendite von neun Prozent.
Der verwässerte Gewinn je Aktie belief sich auf 1,37 Dollar. Ohne bestimmte Sonderbelastungen lag das Ergebnis bei 1,69 Dollar je Aktie.
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US-Paketgeschäft wächst um 4,5 Prozent
Im amerikanischen Heimatmarkt erzielte UPS einen Umsatz von 14,87 Milliarden Dollar. Gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht dies einem Anstieg um 4,5 Prozent.
Wesentlicher Wachstumstreiber war der höhere Erlös je zugestelltem Paket, der um 6,1 Prozent zunahm. Das operative Ergebnis erhöhte sich auf 906 Millionen Dollar, nach 603 Millionen Dollar im Vorjahr.
Bereinigt erreichte der Geschäftsbereich einen operativen Gewinn von 1,03 Milliarden Dollar. Die entsprechende Marge lag bei sieben Prozent.
Internationales Geschäft steigert Umsatz um 7,1 Prozent
Außerhalb der USA erwirtschaftete UPS einen Quartalsumsatz von rund fünf Milliarden Dollar. Damit übertraf das internationale Segment den Vorjahreswert um 7,1 Prozent.
Besonders deutlich stieg der durchschnittliche Umsatz je Sendung, der um 15 Prozent zulegte. Das operative Ergebnis verbesserte sich auf 746 Millionen Dollar.
Die operative Marge erreichte sowohl nach GAAP als auch auf bereinigter Basis 14,9 Prozent. Damit blieb das internationale Paketgeschäft deutlich profitabler als das US-Segment.
Kontraktlogistik und Spedition wachsen zweistellig
Der Bereich Supply Chain Solutions verzeichnete mit 18,2 Prozent das stärkste Umsatzwachstum. Die Erlöse stiegen auf knapp drei Milliarden Dollar.
Wachstumsimpulse kamen insbesondere aus Speditions- und Logistikdienstleistungen, einschließlich des Gesundheitssektors. Gleichzeitig belasteten Sonderfaktoren das operative Ergebnis.
Dieses sank auf 92 Millionen Dollar, nachdem im Vorjahr 525 Millionen Dollar erzielt worden waren. Bereinigt lag der operative Gewinn bei 274 Millionen Dollar und die Marge bei 9,2 Prozent.
Umbau und Wertberichtigung belasten das Ergebnis
Die Quartalszahlen enthalten nach Steuern Sonderbelastungen von insgesamt 279 Millionen Dollar. Das entspricht einem negativen Effekt von 0,32 Dollar je Aktie.
Darin enthalten sind Transformationskosten von 130 Millionen Dollar sowie eine Wertminderung von 182 Millionen Dollar im Bereich Supply Chain Solutions. Ein Gewinn von 33 Millionen Dollar aus dem Verkauf von MD-11-Vermögenswerten wirkte teilweise gegenläufig.
UPS setzt damit seinen Konzernumbau fort. Nach Unternehmensangaben sollen eine stärkere Automatisierung und effizientere Netzwerkstrukturen die langfristige Profitabilität verbessern.
UPS hebt Umsatz- und Gewinnprognose an
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet der Logistikkonzern nun einen Umsatz von rund 92,6 Milliarden Dollar. Der bereinigte operative Gewinn soll etwa 8,75 Milliarden Dollar erreichen.
Auch die Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie wurde angehoben. UPS rechnet jetzt mit rund 7,28 Dollar.
Beim bereinigten freien Cashflow erwartet das Unternehmen inzwischen etwa 6,1 Milliarden Dollar. Die höheren Erwartungen spiegeln die verbesserte Geschäftsentwicklung wider.
Weihnachtsgeschäft soll 25,7 Milliarden Dollar Umsatz bringen
Für das vierte Quartal prognostiziert UPS einen Konzernumsatz von ungefähr 25,7 Milliarden Dollar. Der bereinigte operative Gewinn soll rund 3,3 Milliarden Dollar betragen.
Konzernchefin Carol Tomé sieht das Unternehmen durch die höhere Effizienz seines Liefernetzwerks gut auf die saisonale Nachfrage vorbereitet. UPS verweist dabei auf den bislang höchsten Automatisierungsgrad seiner Infrastruktur.
Das Weihnachtsgeschäft bleibt für den Paketdienstleister eine besonders wichtige Phase. Die angehobene Quartalsprognose unterstreicht die Erwartungen an das Jahresendgeschäft.
Investitionen und Dividenden bleiben geplant
Für 2026 hält UPS an Investitionsausgaben von rund drei Milliarden Dollar fest. Zudem sind Dividendenzahlungen von etwa 5,4 Milliarden Dollar vorgesehen, vorbehaltlich der entsprechenden Beschlüsse.
Weitere 1,3 Milliarden Dollar sollen in Pensionsverpflichtungen fließen. Die erwartete effektive Steuerquote liegt weiterhin bei ungefähr 23 Prozent.
Mit der bestätigten Investitionsplanung und der höheren Ergebnisprognose setzt UPS auf eine Kombination aus Netzwerkmodernisierung, Kostenkontrolle und profitablem Wachstum.



