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US-Zollregeln: Deutsche Post und DHL stoppen Warenversand in die USA

DHL Zusteller und Zustellfahrzeug
Foto: Manuel Alvarez / Pixabay

Key takeaways

Ab 22. August 2025 stoppt Deutsche Post DHL vorerst den Warenversand von Geschäftskunden in die USA. Grund sind neue US-Zollvorschriften, die strengere Prozesse für den Import erfordern. Privatgeschenke bis 100 US-Dollar sowie Dokumente bleiben erlaubt, der Versand über DHL Express ist weiterhin möglich, jedoch verzollungspflichtig.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Ab heute können Deutsche Post und DHL Paket vorerst keine Pakete oder Warenpost International von Geschäftskunden in die USA befördern. Hintergrund ist die von der US-Regierung erlassene Executive Order „Suspending Duty-Free De Minimis Treatment for all Countries“. Diese sieht grundlegende Änderungen im zollrechtlichen Verfahren für den postalischen Warenversand vor und betrifft alle internationalen Post- und Paketdienstleister.

Auswirkungen für Geschäftskunden

Geschäftskunden sind unmittelbar betroffen: Bis auf Weiteres können sie keine Warenpost oder Pakete über den klassischen Postweg in die USA senden. Der Grund liegt in noch offenen Fragen, wie etwa die Erhebung der Zollgebühren organisiert wird, welche zusätzlichen Daten für die Zollabwicklung erforderlich sind und wie diese an die US-Behörden übermittelt werden sollen. Auch andere europäische Postdienstleister haben ähnliche Einschränkungen verkündet, zuletzt die österreichische Post.

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Was weiterhin möglich ist

Privatpersonen können laut DHL weiterhin Geschenke bis zu einem Wert von 100 US-Dollar (rund 92 Euro) an andere Privatpersonen schicken, sofern die Sendungen korrekt als „gift“ deklariert sind. Auch Dokumente im Briefversand sind nicht eingeschränkt. Zudem bleibt der Versand über DHL Express verfügbar, da dieser auf kommerzieller Verzollung basiert. Hier gilt allerdings künftig keine Freigrenze mehr: Jede Sendung, unabhängig vom Warenwert, muss verzollt werden. Für Waren aus der EU wird ein Zollsatz von rund 15 Prozent erhoben, wobei einzelne Warengruppen auch höheren Abgaben unterliegen können.

Unterschied zwischen postalischer und kommerzieller Verzollung

Während die postalische Verzollung bislang auf Vereinbarungen zwischen nationalen Postgesellschaften und der US-Post basierte und vergleichsweise einfach war, verlangt die kommerzielle Verzollung detailliertere Angaben zu Inhalt, Wert und Klassifizierung der Ware. Auch die Zahlung der Zollabgaben richtet sich nach den Incoterms, die die Verantwortung zwischen Versender und Empfänger regeln.

Internationale Auswirkungen

Die Maßnahmen gelten nicht nur für Deutschland, sondern weltweit. Zahlreiche Postdienstleister haben den Versand in die USA bereits eingeschränkt oder ausgesetzt. Auch PostEurop, der Verband der europäischen Postgesellschaften, hat entsprechende Schritte angekündigt.

Bis zum Inkrafttreten am 29. August 2025 gilt noch die bisherige Regelung, dass Waren bis zu einem Wert von 800 US-Dollar (rund 735 Euro) zollfrei eingeführt werden können. Danach sind nur noch private Geschenksendungen bis 100 US-Dollar von der neuen Zollpflicht ausgenommen. DHL betont, eng mit US-Behörden und Partnerunternehmen zusammenzuarbeiten, um den postalischen Warenversand schnellstmöglich wieder zu ermöglichen.

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