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USA-Versand: Händlerbund fordert Klarheit bei De-minimis und Zoll

USA Flagge mit Schranke mit de minimis Aufschrift
Foto: RETAIL-NEWS / Made with AI

Key takeaways

Neue US-Regeln beim De-minimis-Wert und Einschränkungen beim Postversand sorgen für Verunsicherung unter deutschen Online-Händlern. Der Händlerbund fordert nun Übergangsfristen und klare Verfahren. Besonders kleine Händler sind betroffen und sollten Versandoptionen, Zolldaten und Kundenkommunikation jetzt anpassen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Aktuelle Veränderungen beim Versandgeschäft in die USA sorgen für Unsicherheit im Online-Handel. Besonders betroffen sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU), für die der Versand von Kleinsendungen in die Vereinigten Staaten ein elementarer Bestandteil ihres Geschäfts ist.

Verändertes De-minimis-Regime erschwert internationalen Handel

Im Zentrum der Diskussion steht die Abschaffung der sogenannten De-minimis-Regelung, das bisher zollfreie Einfuhren unter einem bestimmten Wert ermöglichte. Politische Entscheidungen in den USA führen derzeit zu einer Neuausrichtung dieses Systems. Zusätzliche Abgaben, neue Zolldokumentationen und unsichere Laufzeiten bedrohen insbesondere das Geschäft kleiner Anbieter.

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Händlerbund warnt vor Wettbewerbsnachteilen

Der Händlerbund fordert praktikable Übergangsregelungen und transparente Informationen seitens der US-Behörden. Nur so ließen sich internationale Logistikprozesse zuverlässig planen. „Wir brauchen schnell Klarheit über Verfahren, Fristen und Ausnahmen – mit praxistauglichen Übergangsregeln“, erklärt Tim Arlt, CEO des Händlerbunds. Zudem rät der Verband, sich bei Versandpartnern über tagesaktuelle Hinweise zu informieren und bei Bedarf auf Alternativen wie DDP-Modelle, US-Fulfillment oder Expressdienste auszuweichen.

Verantwortung liegt auch bei den US-Behörden

Die Umsetzung neuer Verfahren obliegt in erster Linie der US-Zollbehörde CBP, die für verbindliche Regelungen zu Zöllen und Fristen verantwortlich ist. Ergänzend definieren USPS und der Weltpostverein (UPU) die operativen Abläufe. Auf deutscher Seite steuern Anbieter wie DHL, das neben anderen europäischen Carriern vorübergehend ein Teil der Sendungen aussetzt, über Annahmerichtlinien und technische Anpassungen die Versandbedingungen.

Forderung nach Unterstützung durch die Bundesregierung

Neben Washington sieht der Händlerbund auch Berlin in der Pflicht. Die Bundesregierung solle sich auf nationaler und EU-Ebene für praktikable Lösungen einsetzen, Informationen in deutscher Sprache bereitstellen und KMU konkret unterstützen – etwa mit zentralen Anlaufstellen, digitalen Hilfsmitteln für Zollprozesse oder befristeten Erleichterungen.

Empfehlungen für betroffene Online-Händler

Um Lieferprobleme und Kostensteigerungen zu vermeiden, empfiehlt der Händlerbund folgende Schritte:
– Versandbedingungen regelmäßig bei Post- und Kurierdiensten prüfen
– Zolldaten vollständig und korrekt angeben
– Möglichkeiten wie DDP-Modelle oder US-Lager evaluieren
– Kunden über Laufzeiten, Abgaben und Rücksendungen informieren
– Dienstleister vergleichen und Versandprozesse testen

Hintergrund: Übergangsphase mit Sonderregelungen

Während Express- und Kurierdienste weiterhin regulär abfertigen, gelten für Postsendungen derzeit teils temporäre Sonderregeln zur Zollerhebung. Die betroffenen Versandunternehmen passen ihre Annahmebedingungen laufend an – Händler sind daher gut beraten, aktuelle Änderungen eng zu verfolgen.

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