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Donald Trump schließt „de minimis“ Zoll-Schlupfloch per Executive Order

USA Flagge mit Schranke mit de minimis Aufschrift
Foto: RETAIL-NEWS / Made with AI

Key takeaways

Die USA streichen den zollfreien Import von Kleinsendungen unter 800 Dollar – ein harter Schlag für Fast-Fashion-Giganten wie Shein und Temu aber auch deutsche Online-Händler, die in die USA liefern. Die Neuregelung gilt ab 29. August.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Wie bereits im Mai angekündigt, hat die US-Regierung unter Präsident Donald Trump ein bedeutendes Zoll-Schlupfloch geschlossen, das bislang den Import von Waren bis zu einem Wert von 800 US-Dollar (rund 740 Euro) ohne Abgaben erlaubte. Die Maßnahme betrifft insbesondere den grenzüberschreitenden Onlinehandel mit China – und damit auch zwei der bekanntesten Plattformen im Fast-Fashion- und Billigsegment: Shein und Temu. Neben chinesischen Anbietern sind jedoch auch alle Online-Händler und Marken betroffen, die per Endkundengeschäft in die USA verkaufen.

Schlupfloch wird offiziell abgeschafft

Zum 29. August tritt die neue Regelung in Kraft, die laut Executive Order besagt, dass auf alle betroffenen Warensendungen nun „alle anwendbaren Zölle“ erhoben werden. Die Änderung gilt für Sendungen außerhalb des internationalen Postsystems, etwa durch Kuriere und Expressdienste. Damit ist ein bislang lukrativer Vorteil für chinesische Anbieter passé, der es ihnen ermöglichte, große Mengen an Kleinsendungen nahezu zollfrei in die USA zu liefern.

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Temu und Shein im Fokus

Über 30 Prozent aller Sendungen, die bisher unter diese Ausnahme fielen, stammen laut Reuters von Shein und Temu. Beide Plattformen profitieren stark von dem sogenannten „de minimis“-Grenzwert, der ursprünglich 1930 im Rahmen des Tariff Acts eingeführt wurde. Zwischen 2018 und 2023 explodierte das Volumen dieser Billigimporte aus China – von 5,3 Milliarden auf 66 Milliarden US-Dollar (rund 61 Milliarden Euro). Insbesondere Temu hat sich mit seinem aggressiven Preis- und Versandmodell in den US-Markt gedrängt.

Kritik und Zustimmung

Für US-Verbraucher dürften die Zeiten ultrabilliger Fast-Fashion-Einkäufe damit gezählt sein. In der Folge könnten Shein und Temu gezwungen sein, ihr Logistikmodell weiter anzupassen oder Teile ihrer Lieferketten in Drittstaaten zu verlagern, um Zollerhöhungen zu umgehen. Ob dies zu einem Strategiewechsel bei den chinesischen Plattformen führt oder nur ein vorübergehender Dämpfer bleibt, wird sich zeigen.

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