Visa treibt die Entwicklung KI-gestützter Zahlungssysteme voran und startet in Europa das Programm „Agentic Ready“. Gemeinsam mit Banken und Handelspartnern soll getestet werden, wie von KI-Agenten ausgelöste Transaktionen sicher und skalierbar abgewickelt werden können. Deutschland, als größter europäischer Markt, spielt dabei laut Visa eine zentrale Rolle.
Banken testen KI-Zahlungen im Realbetrieb
Im Rahmen des Programms arbeiten Finanzinstitute mit Visa in einer kontrollierten Umgebung, die reale Bedingungen simuliert. Ziel ist es, praktische Erfahrungen mit agentischen Zahlungsvorgängen zu sammeln und Vertrauen in automatisierte Kaufprozesse aufzubauen.
Zu den ersten Teilnehmern gehören unter anderem die Commerzbank und die DZ Bank. Beide Institute sehen in KI-gesteuertem Handel einen entscheidenden Entwicklungsschritt für digitale Bezahlprozesse.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Europa als Startmarkt für neue Zahlungslogik
Visa startet das Programm bewusst in Europa, wo moderne Authentifizierungsverfahren und Tokenisierung bereits weit verbreitet sind. In der ersten Phase geht es vor allem darum, die Sicherheit und Skalierbarkeit von KI-initiierten Transaktionen zu validieren.
Technologische Grundlage sind etablierte Systeme wie Tokenisierung und biometrische Authentifizierung. Sie sollen sicherstellen, dass jede Transaktion eindeutig einer realen Person zugeordnet werden kann – trotz automatisierter Ausführung durch KI-Agenten.
Breites Netzwerk an Partnerbanken
Neben deutschen Instituten beteiligen sich zahlreiche Banken aus ganz Europa an dem Programm, darunter internationale Player und Fintechs. Damit entsteht ein breites Testfeld für unterschiedliche Marktanforderungen und Anwendungsfälle.
Visa erwartet, dass sich das Netzwerk in den kommenden Monaten weiter ausdehnen wird, um den Aufbau eines europaweiten Standards für agentischen Handel zu beschleunigen.
Vom Bezahlen zur automatisierten Kaufentscheidung
Mit „Agentic Ready“ verfolgt Visa eine klare Vision: Einkaufen soll künftig stärker automatisiert und kontextbasiert ablaufen. KI-Agenten sollen im Auftrag der Nutzer Produkte auswählen, Transaktionen auslösen und dabei individuelle Präferenzen berücksichtigen.
Gleichzeitig bleibt die Kontrolle beim Nutzer. Systeme werden so gestaltet, dass Konsumenten jederzeit Einfluss auf Entscheidungen und Zahlungsfreigaben behalten.
Teil einer globalen KI-Strategie
Das Programm baut auf bestehenden Initiativen in anderen Weltregionen auf und ist Teil einer umfassenderen Strategie von Visa. Ziel ist es, KI-gestützten Handel weltweit zu etablieren und neue Standards für digitale Transaktionen zu setzen.
Mit dem Start in Europa beginnt nun die nächste Phase: die praktische Umsetzung eines programmierbaren Handels, in dem KI-Systeme zunehmend aktiv am Kaufprozess teilnehmen.


