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Lieferfrust zu Weihnachten: Kunden planen früher, vertrauen aber weniger

Laptop auf einem Tisch mit Weihnachtsschmuck
Foto: Pavel Danilyuk / Pexels

Key takeaways

Die neue Blue Yonder-Umfrage zeigt: Kunden planen ihre Weihnachtseinkäufe früher und setzen auf nachhaltigere Versandoptionen. Trotz hoher Erwartungen an Liefergeschwindigkeit sinkt das Vertrauen in pünktliche Zustellung. Händler und Logistiker stehen unter Druck, verlässlich, schnell und umweltbewusst zu liefern.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Immer mehr Kunden planen in diesem Jahr ihre Weihnachtseinkäufe deutlich früher – aus Sorge, dass Geschenke nicht rechtzeitig ankommen. Das zeigt die aktuelle „2025 Global Consumer Holiday Shipping Survey“ des Supply-Chain-Spezialisten Blue Yonder. Die internationale Umfrage unter Konsumenten aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den USA, Australien/Neuseeland, dem Nahen Osten sowie weiteren Ländern beleuchtet die wachsende Diskrepanz zwischen Erwartungen und Realität beim Thema Versand.

Hohe Erwartungen an Geschwindigkeit, wenig Vertrauen in Pünktlichkeit

Zwar wünschen sich 53 Prozent der Befragten, dass Standardlieferungen innerhalb von zwei bis vier Tagen eintreffen, doch nur ein gutes Drittel (34 Prozent) glaubt tatsächlich daran, dass die Pakete pünktlich ankommen. Besonders optimistisch zeigen sich Konsumenten im Nahen Osten (51 Prozent), während das Vertrauen in Deutschland (31 Prozent), Frankreich (30 Prozent) und Großbritannien (26 Prozent) deutlich geringer ausfällt.

Diese Unsicherheit führt dazu, dass 78 Prozent der Käufer von Geschenken für Personen außerhalb ihres Haushalts mindestens drei bis vier Wochen vor Weihnachten einkaufen. Dabei zeigen sich Unterschiede zwischen den Generationen: Während Gen Z, Millennials und Gen X in der Regel drei bis vier Wochen vorher bestellen, beginnt knapp die Hälfte der Baby Boomer (49 Prozent) sogar noch früher.

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Versandstrategien verändern sich – Nachhaltigkeit gewinnt an Bedeutung

Neben dem zeitlichen Vorlauf verändern sich auch die Versandpräferenzen der Kunden. So bevorzugen 86 Prozent der Befragten, Geschenke direkt vom Händler verschicken zu lassen – besonders stark in der Region Naher Osten (94 Prozent) und in Frankreich (90 Prozent). Zudem lehnt ein erheblicher Teil der Verbraucher zusätzliche Kosten für Expresslieferungen ab, insbesondere in Großbritannien (43 Prozent) und den USA (40 Prozent).

Auch alternative Zustelloptionen wie Abholung im Geschäft (53 Prozent) oder an Packstationen (42 Prozent) gewinnen an Beliebtheit, vor allem, wenn sie kostenlos sind. Gleichzeitig steigt das Bewusstsein für ökologische Aspekte: 56 Prozent der Befragten sind bereit, Bestellungen zu bündeln, um Emissionen zu reduzieren. 34 Prozent würden längere Lieferzeiten akzeptieren, und fast ein Viertel (23 Prozent) ist sogar offen für einen Aufpreis zur Kompensation von CO₂-Ausstoß.

Händler und Logistiker unter Handlungsdruck

Die Ergebnisse der Studie zeigen: Kunden erwarten mehr – und sind zugleich vorsichtiger. Für Händler und Logistikdienstleister bedeutet das zusätzlichen Druck, besonders in der Hochsaison. Gefragt sind nicht nur schnelle und kostengünstige Lieferungen, sondern auch transparente Prozesse und nachhaltige Lösungen.

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