Wolt entwickelt sich zunehmend von einer klassischen Lieferplattform zur umfassenden Handelsplattform. Besonders dynamisch wächst dabei der Retail-Bereich, der inzwischen laut Wolt rund ein Viertel des globalen Geschäfts ausmacht. Damit zählt Wolt nach eigenen Angaben mittlerweile zu den Top-25-Plattformen im europäischen Online-Supermarktsegment.
Retail-Segment wächst deutlich schneller
Vor allem Kategorien wie Gesundheit, Beauty, Tierbedarf, Haushaltswaren und Elektronik treiben das Wachstum der Plattform voran. Die Zahl der monatlichen Retail-Kundinnen und -Kunden legte im vergangenen Jahr um mehr als 30 Prozent zu. Gleichzeitig stieg die Zahl der Bestellungen pro Nutzer deutlich an.
Wolt setzt dabei zunehmend auf die Kombination aus breitem Sortiment, schneller Lieferung und einer vereinfachten Nutzererfahrung.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Wolt Market wird weiter ausgebaut
Parallel zum Retail-Wachstum erweitert Wolt auch das eigene Online-Supermarktangebot Wolt Market. Neue Standorte wurden zuletzt unter anderem in Düsseldorf, Hannover und Nürnberg eröffnet. Dort stehen mehrere tausend Produkte des täglichen Bedarfs sowie Angebote lokaler Händler zur Verfügung.
Mit dem Ausbau verfolgt das Unternehmen das Ziel, den Quick-Commerce-Bereich weiter zu stärken und zusätzliche Warengruppen auf die Plattform zu bringen.
Neue Partnerschaften erschließen weitere Kategorien
Neben Lebensmitteln erweitert Wolt auch sein Handelsnetzwerk kontinuierlich. Bestehende Kooperationen wurden ausgebaut und neue Partner integriert. Dazu gehören unter anderem Händler aus den Bereichen Tierbedarf, Bio-Lebensmittel und Baumarktprodukte. Mit neuen Produktkategorien erschließt Wolt zusätzliche Umsatzpotenziale außerhalb des klassischen Restaurantgeschäfts.
Die Entwicklung zeigt, wie stark sich der Wettbewerb im europäischen Quick-Commerce- und Retail-Markt inzwischen in Richtung Plattformökonomie verschiebt.
App-Relaunch stärkt produktorientiertes Einkaufserlebnis
Zusätzlichen Schub erwartet sich Wolt vom umfassenden Relaunch seiner App. Nutzerinnen und Nutzer können Produkte nun direkt suchen und Angebote verschiedener Händler vergleichen. Dadurch rückt die Plattform stärker von einer reinen Lieferapp hin zu einem digitalen Handelsmarktplatz.
Lokale Händler und Retail-Angebote werden sichtbarer integriert, während Nicht-Restaurant-Kategorien innerhalb der Plattform an Bedeutung gewinnen.



