Zara-Mitarbeiter planen am 28. November, dem offiziellen Datum des Black Friday, Proteste vor Filialen in sieben europäischen Ländern – auch in Deutschland. Hintergrund ist die Forderung nach einer Wiedereinführung der Gewinnbeteiligung, die nach der Corona-Pandemie abgeschafft wurde. Die Proteste werden von der spanischen Gewerkschaft CCOO koordiniert, gemeinsam mit Gewerkschaften in Deutschland, Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg und Portugal.
Forderung nach fairer Beteiligung
Laut CCOO-Vertretern, die sich gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters geäußert haben, hätten die Beschäftigten einen entscheidenden Anteil am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens. Es sei daher angemessen, dass sie auch am Gewinn beteiligt werden: „Ein Konzern mit derartigen Gewinnen sollte diese fair mit seinen Beschäftigten teilen.“ Die Anzahl der erwarteten Teilnehmer an den Demonstrationen wurde bisher nicht genannt.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Inditex im Fokus der Kritik
Inditex, der Mutterkonzern von Zara und weltgrößter börsennotierter Modehändler, äußerte sich bislang nicht zu den angekündigten Protesten. Seit dem Ende der Pandemie verzeichnet das Unternehmen starkes Umsatzwachstum, der Aktienkurs hat sich in den letzten drei Jahren verdoppelt.
Der Black Friday ist traditionell ein wichtiger Verkaufstag für den Einzelhandel, an dem Lagerbestände abgebaut und Kunden mit Rabatten in die Geschäfte gelockt werden. Gleichzeitig nutzen Beschäftigte diesen Tag zunehmend, um auf Missstände aufmerksam zu machen. Bereits 2022 hatte es in Spanien ähnliche Proteste gegeben. Damals forderten die Zara-Mitarbeiter höhere Löhne. Wenige Monate später stimmte Inditex einer durchschnittlichen Gehaltserhöhung von 20 Prozent für Filialangestellte in Spanien zu.


