US-Präsident Donald Trump hat eine neue Runde seiner protektionistischen Handelspolitik eingeläutet. Mit deutlichen Importzöllen von 25 bis 40 Prozent auf Waren aus mehreren asiatischen Staaten und Südafrika verschärft die US-Regierung ihren wirtschaftspolitischen Kurs gegenüber dem Ausland. Die Maßnahmen wurden am Montag in Form offizieller Zollschreiben auf Trumps Online-Plattform Truth Social veröffentlicht.
Zölle auf Waren aus sieben Staaten
Betroffen sind bislang Einfuhren aus Japan, Südkorea, Malaysia und Kasachstan, für die ein Zuschlag von 25 Prozent gilt. Produkte aus Südafrika werden mit 30 Prozent belegt. Besonders hart trifft es Laos und Myanmar, für deren Exporte in die USA künftig ein Strafzoll von 40 Prozent gilt. Die Maßnahmen sollen ab dem 1. August in Kraft treten – ursprünglich war eine Einführung zum 9. Juli geplant.
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Zwölf weitere Länder könnten folgen
Laut Trumps Sprecherin Karoline Leavitt ist dies erst der Anfang. Insgesamt sollen zwölf Zollschreiben verschickt worden sein. Welche weiteren Länder betroffen sein werden, ließ sie zunächst offen. Die Maßnahme wird von einem präsidialen Erlass begleitet, der die Frist für die Einführung der Zölle auf den 1. August verschiebt.
Reaktion der Finanzmärkte und außenpolitische Signale
An der Wall Street sorgten die Ankündigungen für Kursverluste. Anleger reagierten verunsichert auf die Aussicht neuer Handelsbarrieren. Die EU hingegen bleibt vorerst verschont. Weder die EU-Kommission noch deren Präsidentin Ursula von der Leyen haben bisher ein solches Schreiben erhalten, wie unter anderem das Handelsblatt berichtet. Laut EU-Kommission habe es am Vortag ein konstruktives Gespräch zwischen Trump und von der Leyen gegeben, bei dem Fortschritte in Richtung eines Handelsabkommens erzielt worden seien.


