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US-Beta startet: Amazon macht Seller Assistant zum KI-Agenten für Händler

Amazon KI Seller Assistant auf einem Laptop
Foto: Amazon

Key takeaways

➟ Amazon erweitert Seller Assistant um dauerhaftes Gedächtnis, autonome Workflows und ein neues Plugin für Quick und Claude. Händler können damit Preis-, Bestands- und Account-Aufgaben stärker automatisieren.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Amazon baut seinen Seller Assistant deutlich aus und entwickelt ihn von einem unterstützenden KI-Werkzeug zu einem dauerhaft arbeitenden Agenten für Händler. Neue Workflows sollen wiederkehrende Aufgaben wie Bestandsüberwachung, Preisänderungen und Account-Kontrollen kontinuierlich ausführen. Gleichzeitig bringt Amazon die Funktionen des Assistenten über ein neues Plugin in externe KI-Umgebungen.

Der Seller Assistant basiert auf Amazon Bedrock und nutzt Claude-Modelle von Anthropic. Nach Angaben von Amazon steht die Lösung inzwischen mehr als 90 Prozent der weltweiten Verkaufspartner in deren jeweiliger Sprache zur Verfügung und erreicht Hunderttausende aktive Nutzer.

Seller Assistant erhält dauerhaftes Gedächtnis

Eine zentrale Neuerung ist ein persistentes Gedächtnis für das jeweilige Händlergeschäft. Der Assistent soll sich Preisstrukturen, Lagerzyklen und Wachstumsziele merken und seine Empfehlungen dadurch im Zeitverlauf stärker personalisieren.

Dieser Kontext soll auch beim Wechsel zwischen Seller Central, Amazon Quick und Claude erhalten bleiben. Zusätzlich kann der Assistent Zusammenhänge zwischen Produktperformance, Werbung, Listing-Qualität und Beständen analysieren und daraus konkrete Handlungsvorschläge ableiten.

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Workflows übernehmen wiederkehrende Aufgaben

Mit den neuen Seller-Assistant-Workflows können Händler Automatisierungen in natürlicher Sprache definieren. Denkbar sind etwa Warnungen bei sinkenden Bewertungen, automatisierte Bestandskontrollen oder Preisbeobachtungen in bestimmten Kategorien.

Dabei legen Verkäufer selbst fest, ob der Assistent lediglich Empfehlungen ausgibt oder Aktionen vorbereitet beziehungsweise ausführt. Jede Aktion wird protokolliert, zudem sollen Freigaben und individuell definierte Grenzen die Kontrolle beim Händler belassen.

Plugin bringt Amazon-Daten in Quick und Claude

Parallel startet Amazon ein Selling-Partner-Plugin, das zunächst in Amazon Quick und als Beta-Version in Anthropic Claude verfügbar ist. Händler können damit Verkaufsdaten, Lagerbestände, Performance-Kennzahlen und Listing-Informationen direkt in den KI-Werkzeugen nutzen, die sie bereits für andere Unternehmensaufgaben einsetzen.

Die Integration geht über reine Datenabfragen hinaus. Die angebundenen KI-Agenten können über das Plugin auch Aktionen innerhalb des Amazon-Geschäfts vorbereiten und auslösen, wobei Zugriffsrechte, Genehmigungen und Audit-Protokolle erhalten bleiben sollen.

Amazon Quick wird zur Schaltzentrale für Händler

Amazon positioniert Quick als allgemeinen KI-Assistenten für Dokumente, Tabellen, Recherche und verbundene Geschäftsdaten. In Verbindung mit dem Selling-Partner-Plugin können Händler eigene Agenten für Preissteuerung, Listings oder Nachbestellungen aufbauen.

Für Kontoinhaber stellt Amazon zudem ein kostenloses zwölfmonatiges Quick-Plus-Abonnement bereit. Das Angebot kann bis Ende Dezember 2026 aktiviert werden und lässt sich auf zwei weitere Mitarbeiter eines Unternehmens ausweiten.

Externe KI-Tools sollen stärker angebunden werden

Auch die Integration mit Claude ist Teil einer breiteren Plattformstrategie. Amazon verweist darauf, dass viele Händler bereits externe KI-Werkzeuge nutzen und ihre Amazon-Daten künftig stärker mit Finanz-, Lieferanten- oder Marketinginformationen verbinden wollen.

Das Plugin ist zunächst als Beta für Verkäufer im US-Marktplatz verfügbar, weitere internationale Märkte sollen folgen. Amazon plant darüber hinaus zusätzliche Integrationen mit weiteren KI-Plattformen und will Seller Assistant damit zunehmend als agentische Infrastruktur für den laufenden Händlerbetrieb positionieren.

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