Nach dem Ausstieg des Finanzinvestors Advent übernimmt die Otto Group wieder vollständig die Kontrolle über Hermes Germany. Die Rückübertragung der Anteile markiert das Ende einer fünfjährigen Partnerschaft, die ursprünglich zur Weiterentwicklung und Transformation des Logistikunternehmens initiiert wurde.
Partnerschaft mit begrenzter Dauer
Im Jahr 2020 hatte Advent International, ein weltweit tätiger Private-Equity-Investor, eine Minderheitsbeteiligung an Hermes Germany sowie eine Mehrheitsbeteiligung am britischen Schwesterunternehmen Evri (ehemals Hermes UK), das mittlerweile mit DHL eCommerce UK fusioniert ist, übernommen. Ziel war es, gemeinsam mit der Otto Group die Transformation von Hermes voranzutreiben. Während Advent sich bereits 2024 aus Evri zurückgezogen hatte, folgt nun der Exit bei Hermes Germany.
Laut Ranjan Sen, Managing Partner bei Advent, war die Zusammenarbeit mit Otto von gegenseitigem Vertrauen und einem gemeinsamen Ziel geprägt. Auch auf Seiten der Otto Group zeigt man sich zufrieden: Kay Schiebur, im Konzernvorstand für den Dienstleistungsbereich zuständig, betont, dass Hermes in den vergangenen fünf Jahren erfolgreich weiterentwickelt worden sei und nun eigenständig in die nächste Wachstumsphase starten könne.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Keine Käufer gefunden
Die Rückgabe der Anteile an Otto erfolgt offenbar mangels geeigneter Käufer – zuvor waren mehrere Szenarien geprüft worden. Damit bleibt die Otto Group alleiniger Eigentümer eines Unternehmens, das zunehmend auch für Plattformen wie Temu logistische Dienstleistungen erbringt.
Die finanziellen Details der Transaktion wurden nicht veröffentlicht. Der Abschluss des Rückkaufs wird noch vor Jahresende erwartet.


