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Bereit für den Börsengang: Klarna steigert Umsatz und verringert Verlust

Klarna 2023 Anzahl Kunden und Transaktionen
Foto: Klarna

Klarna, das schwedische Unternehmen bekannt für sein „Buy Now, Pay Later“ (BNPL) Angebot, hat seinen Jahresbericht für 2023 veröffentlicht und eine finanziellen Kehrtwende hingelegt. Der Fintech-Gigant konnte sowohl den Umsatz um 22% auf 23,5 Milliarden SEK (etwa 2,27 Milliarden Dollar) steigern als auch die Verluste im Vergleich zum Vorjahr deutlich verringern. Besonders bemerkenswert ist, dass das Unternehmen in 2023 seinen ersten profitablen Monat sowie das erste profitable Quartal seit vier Jahren verzeichnete, was auf den baldigen Börsengang hindeutet.

Das Bruttobestellvolumen (GMV) über Klarna erreichte für das gesamte Jahr beeindruckende 981 Milliarden SEK (etwa 94,7 Milliarden Dollar), 17% höher ist als 2022. Das anhaltende GMV-Wachstum wurde durch eine Zunahme der Anzahl der Händler, die Klarnas Zahlungsmethoden anbieten, sowie durch eine Erhöhung der Kaufhäufigkeit der Verbraucher getrieben. Täglich werden 2,5 Millionen Transaktionen von insgesamt 150 Millionen Nutzern p.a. über Klarna getätigt. Im größten Markt, den USA, stieg die Nutzerzahl auf 37 Millionen, was einem Anstieg von 15% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Die Senkung der Nettoverluste auf 2,5 Milliarden Kronen (etwa 240 Millionen Dollar) im Jahr 2023 zeigt den vermehrten Fokus auf Rentabilität. Im Jahr 2023 erreichte Klarna erstmals in den USA einen ganzjährigen Bruttogewinn. Unter der Führung von CEO Sebastian Siemiatkowski strebt Klarna nach langfristiger Profitabilität und bereitet sich auf ein in der gesamten Fintech-Branche mit Spannung erwartetes Initial Public Offering (IPO) vor, das das Unternehmen laut Bloomberg mit rund 20 Milliarden Dollar bewerten könnte.

Klarna erlebt nach eigenen Angaben eine signifikante Transformation durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), die inzwischen die Arbeit von 700 Vollzeitkräften übernimmt. Der KI-gestützte Assistent von Klarna hat seit seiner Implementierung vor einem Monat bereits 2,3 Millionen Kundengespräche geführt, was zwei Dritteln aller Kundenchats entspricht. Trotz der Effizienzsteigerung betont das Unternehmen, dass der Einsatz von KI nicht direkt mit den Entlassungen im Mai 2022 in Verbindung steht, bei dem ebenfalls 700 Mitarbeitenden gekündigt wurden.

Im Vorfeld des IPO expandiert Klarna aktiv seine Services und trat zuletzt durch große Initiativen in Erscheinung. Dazu gehört vor allem die Einführung eines monatlichen Abonnementplans in den USA, um die Einnahmequellen zu diversifizieren und den sich ändernden Kundenbedürfnissen inmitten von Inflationsdruck gerecht zu werden, sowie ein strategisch hochbedeutsames Sign-In Feature als Konkurrenz zu Apple und Facebook. Klarna betont die Bedeutung der Investitionen in Wachstum und bekräftigt das Ziel, langfristige Rentabilität zu erreichen. Trotz der Herausforderungen zeigt Klarnas jüngster Bericht deutlich, dass das Unternehmen auf einem guten Weg ist, seine finanzielle Gesundheit zu stärken und seinen Marktanteil auszubauen.

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