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Neue Einnahmequelle für OpenAI: ChatGPT startet mit Anzeigen in den USA

ChatGPT vor mehren Dollar Banknoten
Foto: Depositphotos

Key takeaways

OpenAI startet in den USA einen Testlauf für Werbung in ChatGPT – allerdings nur für Nutzer der kostenlosen und der neuen Go-Version. Antworten sollen unabhängig bleiben, Nutzerdaten privat. Die Anzeigen erscheinen themenbezogen und sind klar als Werbung gekennzeichnet. Die Konkurrenz reagiert spöttisch auf die Monetarisierungspläne.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Wie bereits im Januar angekündigt, testet OpenAI ab sofort erstmals Werbung innerhalb von ChatGPT für Nutzer in den USA, die auf den kostenlosen oder dem neuen, günstigen „Go“-Tarif setzen. Letzterer kostet rund 8 US-Dollar pro Monat und wurde Mitte Januar weltweit eingeführt. Nutzer der kostenpflichtigen Plus-, Pro-, Business-, Enterprise- und Education-Pläne bleiben von Anzeigen verschont.

Werbung ohne Einfluss auf Antworten

OpenAI betont zum Anzeigen-Start in einem neuen Blogbeitrag, dass Ads keinen Einfluss auf die Antworten von ChatGPT haben. Auch die Privatsphäre der Nutzer bleibe geschützt – weder Chat-Inhalte noch persönliche Daten würden an Werbekunden weitergegeben. Ziel sei es laut Unternehmensangaben, durch Werbung breitere Zugänge zu KI-Funktionen zu ermöglichen, ohne die Vertrauensbasis der Nutzer zu gefährden.

Bei der Auswahl der Anzeigen wird berücksichtigt, worüber der Nutzer spricht, welche Themen in vergangenen Chats vorkamen und wie er zuvor mit Werbung interagiert hat. So könnten etwa beim Thema „Rezepte“ Anzeigen für Kochboxen eingeblendet werden. Die Anzeigen werden optisch klar vom Chatverlauf getrennt und als „Sponsored“ gekennzeichnet.

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Schutz der Nutzer und Kontrolle über Werbung

In dem zunächst auf erwachsene Nutzer beschränkten Testlauf wird Werbung nur gezeigt, wenn die Inhalte nicht sensibel sind. Themen wie Gesundheit, mentale Gesundheit oder Politik sind von Anzeigen ausgenommen. Zudem will OpenAI keine Werbung bei Nutzern anzeigen, die jünger als 18 Jahre sind oder bei denen dies vermutet wird.

Nutzer erhalten weitreichende Kontrolle über ihre Werbeeinstellungen: Sie können Anzeigen verbergen, Feedback geben, die Anzeigehistorie einsehen oder ihre Personalisierung anpassen. Auch das Löschen der Werbedaten ist mit einem Klick möglich.

Reaktionen der Konkurrenz

Bereits im Vorfeld hatte OpenAI den Schritt angekündigt – woraufhin Konkurrent Anthropic in Super-Bowl-Spots spöttisch reagierte. In den Werbespots wurden KI-Assistenten mit leeren Blicken dargestellt, die mitten im Gespräch unpassende Werbung einblenden. Damit zielte Anthropic auf potenzielle Störungen der Nutzererfahrung durch Werbung ab – ein Risiko, dem OpenAI durch ein vorsichtiges Vorgehen und klare Trennung zwischen Inhalt und Anzeige begegnen will. Nach dem viral gegangenen Werbespot hat Anthropic sich auch offiziell geäußert und Werbefreiheit für den Chatbot Claude versprochen.

Langfristig will OpenAI die Anzeigenfunktion erweitern. Perspektivisch könnten Unternehmen neue Formate, Werbeziele und Interaktionsmöglichkeiten mit Nutzern nutzen. Trotz Monetarisierung will OpenAI aber sicherstellen, dass Antworten unabhängig bleiben und Nutzer weiterhin Kontrolle über ihre Daten haben.

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