Print-Mailings erzielen im Online-Handel weiterhin hohe Werbewirkung. Das zeigt die aktuelle CMC Print-Mailing-Studie 2026 von Deutsche Post und Collaborative Marketing Club. Besonders Gutscheine motivieren viele Kundinnen und Kunden zum Kauf – allerdings nicht jeder hohe Rabatt verbessert automatisch die Wirtschaftlichkeit einer Kampagne.
Print-Mailings steigern Umsatz und Warenkorb
Laut Studie erhöhen postalische Werbesendungen sowohl die Kaufbereitschaft als auch die Warenkorbgröße deutlich. Empfänger gaben im Durchschnitt rund 25 Prozent mehr aus als bei früheren Bestellungen.
Mit einer durchschnittlichen Conversion Rate von vier Prozent erzielten Print-Mailings zudem eine hohe Aktivierungsleistung. Der Werbeertrag lag laut Studie bei einem Return on Advertising Spend von 961 Prozent.
Ein wesentlicher Faktor ist dabei die langfristige Wirkung physischer Werbung. Fast die Hälfte der Bestellungen erfolgte erst ab der fünften Woche nach Versand der Mailings.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Gutscheinstrategie entscheidet über Wirtschaftlichkeit
Im Mittelpunkt der diesjährigen Untersuchung stand die Frage, wie sich unterschiedliche Gutscheinwerte auf den wirtschaftlichen Erfolg von Kampagnen auswirken.
Die Studie zeigt, dass höhere Rabatte zwar häufig die Conversion Rate erhöhen, jedoch nicht automatisch den höchsten Werbeertrag liefern. Entscheidend sei vielmehr die gezielte Anpassung an unterschiedliche Kundengruppen.
Vor allem bei Gelegenheitskunden führten höhere Gutscheine zu deutlich besseren Ergebnissen. Sowohl die Kaufwahrscheinlichkeit als auch die Warenkorbgröße stiegen spürbar an.
Top-Kunden reagieren anders auf Rabatte
Bei besonders loyalen und umsatzstarken Kunden zeigte sich dagegen ein anderes Bild. Hier erwiesen sich niedrigere Gutscheinwerte oft als wirtschaftlich sinnvoller.
Zwar sorgten höhere Rabatte auch in dieser Gruppe für zusätzliche Käufe, gleichzeitig stiegen jedoch die Kosten der Kampagne deutlich an. Unter dem Strich erzielten niedrigere Rabatte bei Top-Kunden häufig einen besseren Werbeertrag.
Die Studienautoren empfehlen deshalb eine differenzierte Gutscheinstrategie statt pauschaler Rabattaktionen.
Datenanalyse wird wichtiger für Kampagnensteuerung
Für die Untersuchung wurden Kunden anhand ihres bisherigen Kaufverhaltens segmentiert. Dabei kamen Kriterien wie Kaufhäufigkeit, letzter Kaufzeitpunkt und durchschnittlicher Warenkorbwert zum Einsatz.
Die Studie zeigt nach Einschätzung der Herausgeber, dass personalisierte Angebote und datenbasierte Kampagnensteuerung im Dialogmarketing zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Unternehmen könnten ihre Werbewirkung deutlich verbessern, wenn Gutscheinwerte gezielt an unterschiedliche Kundensegmente angepasst werden.



