Der Medien- und Außenwerbekonzern Ströer ist mit einem moderaten Umsatzwachstum und einer verbesserten Profitabilität in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Im ersten Quartal erhöhte sich der Konzernumsatz organisch um 1,1 Prozent auf 496 Millionen Euro. Besonders stark entwickelte sich erneut die digitale Außenwerbung, die als zentraler Wachstumstreiber des Unternehmens gilt.
Neben steigenden Umsätzen verbesserte Ströer auch seine operative Ertragslage und den Cashflow deutlich. Das Unternehmen sieht sich damit auf Kurs, die Transformation seines Kerngeschäfts weiter voranzutreiben.
Digitale Außenwerbung bleibt Wachstumsmotor
Das Segment OoH Media entwickelte sich im ersten Quartal besonders positiv. Der Umsatz stieg um 5,4 Prozent auf 221 Millionen Euro. Maßgeblich dafür war erneut die starke Nachfrage nach digitalen Außenwerbeformaten, deren Umsatz im Jahresvergleich um 12 Prozent zulegte.
Auch die Profitabilität des Segments verbesserte sich deutlich. Das bereinigte EBITDA stieg von 86 auf 97 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge erhöhte sich von 41,1 auf 43,7 Prozent.
Ströer sieht die digitale Außenwerbung weiterhin als strategischen Kernbereich und treibt die Entwicklung hin zu einer integrierten Plattform für Außenwerbung konsequent voran.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Digital- und Dialoggeschäft wächst zweistellig
Im Segment Digital & Dialog Media legte der Umsatz um 12 Prozent auf 231 Millionen Euro zu. Besonders dynamisch entwickelte sich dabei das Dialoggeschäft, das organisch um mehr als 8 Prozent wuchs.
Unter Einbeziehung der übernommenen Amevida-Gruppe erhöhte sich der Umsatz des Dialogbereichs sogar um 26 Prozent auf 136 Millionen Euro. Der Umsatz im klassischen Digitalgeschäft lag dagegen leicht unter Vorjahresniveau.
Das bereinigte EBITDA des Segments erreichte rund 27 Millionen Euro und blieb damit knapp unter dem Vorjahreswert. Ströer verweist dabei auf laufende Investitionen und die Integration neuer Geschäftseinheiten.
DaaS- und E-Commerce-Sparte unter Druck
Weniger positiv entwickelte sich das Segment DaaS & E-Commerce. Der Umsatz von Statista ging unter anderem infolge des Verkaufs des Beratungsgeschäfts sowie negativer Wechselkurseffekte zurück.
Auch die Kosmetikmarke Asam verzeichnete rückläufige Umsätze. Belastend wirkten laut Unternehmen die schwächere Konsumstimmung sowie die Umstellung der eigenen E-Commerce-Plattform.
Insgesamt sank das bereinigte EBITDA des Segments von 11 auf rund 6 Millionen Euro.
Cashflow verbessert sich deutlich
Auf Konzernebene stieg das bereinigte EBITDA leicht auf 119 Millionen Euro. Das bereinigte Konzernergebnis erhöhte sich auf 17,6 Millionen Euro.
Besonders deutlich verbesserte sich der Free Cash Flow. Der bereinigte Wert lag bei minus 9,7 Millionen Euro und damit erheblich über dem Vorjahresniveau. Der Free Cash Flow vor M&A verdoppelte sich nahezu auf 47,4 Millionen Euro.
Vorstandschef Udo Müller sieht das Unternehmen trotz eines weiterhin anspruchsvollen Marktumfelds stabil aufgestellt. Vor allem die Kombination aus wachsender digitaler Außenwerbung, steigender Profitabilität und verbessertem Cashflow stärke die Position des Konzerns für die weitere Transformation des Geschäftsmodells.



