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EU will Cookie-Banner vereinfachen und Bürokratie abbauen

Cookies auf einem Laptop zur Visualisierung der Cookie-Banner-Regelung
Foto: Tumisu / Pixabay

Key takeaways

Die EU-Kommission will die Cookie-Richtlinien modernisieren, um Bürokratie für Unternehmen abzubauen und die Zustimmungsmüdigkeit bei Nutzern zu verringern. Geplant sind klarere Regeln und zentrale Verwaltungsmöglichkeiten. Die Initiative ist Teil des „Digital Omnibus“-Pakets und soll auch datenschutzfreundliche Technologien fördern.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die EU-Kommission plant eine grundlegende Überarbeitung der Cookie-Richtlinien, um die Bürokratielast für Unternehmen zu verringern und Nutzern weniger aufdringliche Cookie-Abfragen zu ermöglichen. Im Zentrum steht der Abbau veralteter Regelungen, die heute kaum noch ihrem ursprünglichen Zweck gerecht werden.

Von der Schutzmaßnahme zur Reizüberflutung

Seit der Einführung der ePrivacy-Richtlinie im Jahr 2002 und ihrer Verschärfung 2009 ist es Webseitenbetreibern in Europa untersagt, nicht-essenzielle Cookies ohne ausdrückliche Zustimmung der Nutzer zu setzen. Doch die einst gut gemeinte Schutzmaßnahme hat sich vielerorts ins Gegenteil verkehrt: Cookie-Banner sind zur alltäglichen Pflichtinteraktion geworden, die kaum noch jemand bewusst wahrnimmt.

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Weniger Bürokratie, mehr Nutzerautonomie

Mit dem neuen Vorstoß will die Kommission nicht nur die Zustimmungsmüdigkeit der Nutzer bekämpfen, sondern auch Unternehmen entlasten. Im Rahmen der Initiative wird derzeit Feedback eingeholt – noch bis zum 14. Oktober. Ziel ist es, klare und einfache Regeln für den Umgang mit Tracking-Technologien zu schaffen. Damit sollen auch Anreize für datensparsame Technologien geschaffen werden.

Ein zentrales Element könnte künftig ein zentrales Cookie-Management sein, das wiederkehrende Abfragen überflüssig macht und die Nutzerkontrolle stärkt. Laut EU-Kommission sollen die neuen Regelungen zu einer deutlichen Reduktion an Situationen führen, in denen eine Zustimmung zwingend erforderlich ist.

Teil des „Digital Omnibus“

Die geplante Reform ist eingebettet in ein größeres Gesetzesbündel namens „Digital Omnibus“, das auch Regelungen zu Cybersicherheit und Künstlicher Intelligenz umfasst. Das Paket soll im Dezember vorgestellt werden und verfolgt das Ziel, den Verwaltungsaufwand für Unternehmen in Europa um 25 Prozent, für kleine und mittelständische Betriebe sogar um 35 Prozent zu senken.

Henna Virkkunen, Vizepräsidentin der EU-Kommission für Technologiethemen, betont die Balance zwischen Innovationsfreundlichkeit und hohen Datenschutzstandards: „Wir wollen ein Regelwerk, das effizient ist, aber keine Abstriche bei Fairness und Sicherheit im Netz macht.“

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