Die Europäische Union wird von ihren Bürgern vor allem für ihre demokratischen Grundwerte und ihre wirtschaftliche Stärke geschätzt. Für 36 Prozent stehen laut einer Umfrage der Europäischen Kommission Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit an erster Stelle, dicht gefolgt von der wirtschaftlichen, industriellen und handelspolitischen Bedeutung der EU mit 31 Prozent. Auch die Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten wird von 28 Prozent der Europäer als zentrale Stärke wahrgenommen.
Werte, die Europa verkörpert
In einem globalen Vergleich trauen mehr als die Hälfte der Europäer der EU am ehesten zu, fundamentale Rechte und Freiheiten zu vertreten. Jeweils 55 Prozent nennen die Meinungsfreiheit und den Respekt vor Grundwerten, 52 Prozent die soziale Gleichheit und Wohlfahrt.
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Krieg, Migration und Einflussverlust als größte Herausforderungen
Das aktuell größte Problem aus Sicht der Befragten bleibt mit 47 Prozent der Krieg in der Ukraine. Bei der Einschätzung kommender globaler Herausforderungen rangieren weltweite Konflikte mit 41 Prozent ganz oben. Unregelmäßige Migration (35 Prozent) sowie der Klimawandel und Umweltfragen (31 Prozent) folgen. Neu auf der Agenda ist für 30 Prozent die Sorge, dass Europa seine internationale Stimme und seinen Einfluss verliert.
Gemeinsamer Handel als wirtschaftliches Mittel
Die wirtschaftliche Zusammenarbeit im Rahmen der EU erfährt breite Zustimmung. 79 Prozent sind überzeugt, dass Mitgliedstaaten durch gemeinsame Verhandlungen bessere Ergebnisse erzielen als im Alleingang. Zudem befürworten 83 Prozent eine breitere Diversifizierung der Handelsbeziehungen, um die wirtschaftliche Unabhängigkeit Europas zu stärken und heimische Unternehmen zu unterstützen.
Breite Unterstützung für wirtschaftliche und soziale Maßnahmen
Auch bei der wirtschaftlichen und sozialen Innenpolitik gibt es ein klares Meinungsbild: 81 Prozent sprechen sich für Maßnahmen aus, um europäische Industrien wettbewerbsfähiger und klimafreundlicher zu gestalten. 82 Prozent wollen faire Bedingungen für alle sozialen Gruppen und Generationen fördern.
Verteidigung, Migration, Ukraine: Die politischen Prioritäten
Bei der Frage nach den politischen Prioritäten sehen 34 Prozent die Sicherheits- und Verteidigungspolitik als zentrales Handlungsfeld der EU. Migration wird von 32 Prozent als prioritär eingestuft, gefolgt vom Ukraine-Krieg mit 27 Prozent.


