Mehrere europäische Zahlungsanbieter haben einen wichtigen Schritt hin zu einem einheitlichen Bezahlsystem gemacht. In einem gemeinsamen Test konnten mobile Zahlungslösungen erstmals erfolgreich grenzüberschreitend im stationären Handel eingesetzt werden, wie der Interessensverband EPI, hinter dem auch der Bezahldienst Wero steckt, berichtet.
Erfolgreicher Praxistest für Europa
Im Rahmen eines Proof of Concept wurde nachgewiesen, dass Nutzer verschiedener nationaler Zahlungs-Apps auch im Ausland problemlos bezahlen können. Die Transaktionen erfolgten über QR-Code-basierte Lösungen und funktionierten zwischen den beteiligten Systemen reibungslos. Damit wurde erstmals die technische Grundlage für eine gemeinsame Infrastruktur geschaffen.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Kooperation europäischer Anbieter
An dem Projekt beteiligten sich mehrere führende Zahlungsinitiativen aus verschiedenen Ländern. Ziel ist es, bestehende nationale Systeme miteinander zu vernetzen, anstatt sie zu ersetzen. Unterstützt wurde der Test von großen Finanzinstituten, die eine wichtige Rolle bei der praktischen Umsetzung spielen.
Grundlage für paneuropäisches Bezahlsystem
Die Ergebnisse des Tests gelten als wichtiger Meilenstein für die Entwicklung eines europaweit nutzbaren Zahlungssystems. Verbraucher sollen künftig mit ihrer gewohnten App auch im Ausland zahlen können, während Händler von einer breiteren Akzeptanz profitieren. Gleichzeitig stärkt die Initiative die Unabhängigkeit Europas im Zahlungsverkehr.
Weitere Ausbaustufen geplant
Die beteiligten Partner planen bereits die nächsten Schritte. Noch im Jahr 2026 sollen auch grenzüberschreitende Zahlungen zwischen Privatpersonen ermöglicht werden. In den Folgejahren ist eine Ausweitung auf E-Commerce sowie kontaktlose Zahlungen im stationären Handel vorgesehen. Ziel bleibt ein vollständig interoperables, europäisches Zahlungssystem.


