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FedEx setzt Konzernumbau fort und erhöht Gewinnprognose für 2026

Fahrzeuge vor FedEx Hub in Kopenhagen
Foto: FedEx

Key takeaways

➟ Höhere Sendungsmengen und bessere Durchschnittserlöse stärken das operative Geschäft des Logistikkonzerns. Gleichzeitig verändern Beteiligungsverkäufe, Schuldenabbau und Aktienrückkäufe die Finanzstruktur, während weitere Preisanpassungen für das kommende Jahr vorbereitet werden.

Lesezeit ca. 3 Minuten

Der US-Logistikkonzern FedEx hat im dritten Quartal des Kalenderjahres 2026 seinen Umsatz deutlich gesteigert und die Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben. Die Erlöse aus fortgeführten Aktivitäten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 20,4 auf 22,9 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Wachstum von rund zwölf Prozent.

Das bereinigte operative Ergebnis stieg von 1,03 auf 1,20 Milliarden Dollar. Der bereinigte Nettogewinn erreichte 900 Millionen Dollar nach 690 Millionen Dollar im Vorjahr. Höhere Paketvolumina, verbesserte Durchschnittserlöse und strukturelle Kostensenkungen trugen zu dieser Entwicklung bei.

Paketgeschäft profitiert von höheren Erlösen

Sowohl im US-amerikanischen als auch im internationalen Expressgeschäft verbesserte FedEx seine operative Entwicklung. Im Inland profitierte das Unternehmen von steigenden Sendungsmengen, höheren Erlösen je Paket und einer günstigeren Zusammensetzung der transportierten Leistungen.

Auch das internationale Expressgeschäft entwickelte sich positiv. Neben höheren Durchschnittserlösen sorgten steigende Exportvolumina und ein größeres Frachtgewicht für zusätzliche Einnahmen.

Belastungen entstanden dagegen durch höhere Kosten für eingekaufte Transportleistungen, steigende Löhne und zusätzliche variable Vergütungen. Veränderungen der internationalen Handelspolitik wirkten sich ebenfalls auf die Geschäftsentwicklung aus.

FedEx setzt deshalb seine Maßnahmen zur Netzwerkoptimierung fort. Ziel ist es, Transportabläufe effizienter zu gestalten, die Kosten je Sendung zu reduzieren und das Wachstum stärker auf profitable Kundensegmente auszurichten.

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FedEx Freight wird eigenständiges Unternehmen

Ein wesentlicher Bestandteil des Konzernumbaus ist die Abspaltung des Geschäftsbereichs FedEx Freight. Die Transaktion wurde am 1. Juni 2026 abgeschlossen. FedEx hält weiterhin eine Beteiligung von 19,9 Prozent an dem nun eigenständigen Unternehmen.

Im Berichtsquartal verbuchte der Konzern im Zusammenhang mit dieser Beteiligung einen Bewertungsverlust von 1,2 Milliarden Dollar. Zum 30. September lag ihr bilanzieller Wert bei rund 3,3 Milliarden Dollar.

Aus einer nach der Abspaltung erhaltenen Ausschüttung von etwa 4,1 Milliarden Dollar sowie vorhandenen Finanzmitteln finanzierte FedEx den Rückkauf ausstehender Schuldtitel mit einem Nennwert von rund 4,9 Milliarden Dollar.

Darüber hinaus schloss das Unternehmen am 1. Oktober den Verkauf seiner Tochtergesellschaft FedEx Supply Chain an die französische CMA CGM Group ab. Der Kaufpreis betrug rund 1,4 Milliarden Dollar. Mit beiden Transaktionen will FedEx seine Konzernstruktur vereinfachen und Ressourcen stärker auf das Kerngeschäft konzentrieren.

Bereinigter Gewinn steigt deutlich

Die umfangreichen Portfoliomaßnahmen beeinflussten die ausgewiesenen Quartalsergebnisse erheblich. Nach US-Rechnungslegungsstandards sank der Nettogewinn aus fortgeführten Aktivitäten von 650 auf 290 Millionen Dollar.

Bereinigt um Bewertungs- und Restrukturierungseffekte erhöhte sich der Gewinn dagegen auf 900 Millionen Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg von 2,93 auf 3,74 Dollar.

Die bereinigte operative Marge verbesserte sich von 5,1 auf 5,3 Prozent. Auf berichteter Basis ging sie hingegen leicht von 4,8 auf 4,7 Prozent zurück.

Damit zeigen die Geschäftszahlen eine operative Verbesserung, während einmalige finanzielle Effekte die ausgewiesene Ertragslage belasten.

FedEx erhöht Versandpreise ab Januar 2027

Für das kommende Jahr hat FedEx bereits neue Preismaßnahmen angekündigt. Ab dem 4. Januar 2027 sollen die regulären Paketversandtarife durchschnittlich um 5,9 Prozent steigen.

Die Preisanpassungen ergänzen die laufenden Effizienzprogramme und sollen dazu beitragen, höhere Kosten im Transportnetzwerk auszugleichen.

Parallel investiert FedEx weiterhin in die Modernisierung seiner Infrastruktur. Dazu gehören die Erneuerung von Fahrzeugflotten und Betriebsstandorten sowie zusätzliche Automatisierung. Die geplanten Investitionsausgaben für 2026 bleiben unverändert bei 3,9 Milliarden Dollar.

Im Zeitraum von Juni bis September kaufte der Konzern zudem eigene Aktien im Wert von zwei Milliarden Dollar zurück. Zum Quartalsende standen weitere 4,3 Milliarden Dollar aus dem genehmigten Rückkaufprogramm zur Verfügung.

Jahresprognose für 2026 angehoben

Aufgrund der verbesserten Geschäftsentwicklung rechnet FedEx für das Kalenderjahr 2026 nun mit einem Umsatzwachstum von rund zwölf Prozent. Zuvor hatte das Unternehmen einen Anstieg von etwa elf Prozent erwartet.

Die Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie wurde auf 18,00 bis 18,60 Dollar erhöht. Bislang hatte FedEx eine Spanne von 16,90 bis 18,10 Dollar in Aussicht gestellt.

Für das ausgewiesene Ergebnis je Aktie erwartet der Konzern 35,30 bis 35,90 Dollar. Diese Kennzahl wird erheblich von Sondereffekten im Zusammenhang mit der Neuausrichtung des Unternehmens beeinflusst.

Konzernchef Raj Subramaniam sieht FedEx mit dem laufenden Umbau auf Kurs, seine langfristigen Finanzziele für 2029 zu erreichen. Im Mittelpunkt stehen künftig insbesondere das internationale Geschäft mit Geschäftskunden, Luftfrachtleistungen und eine effizientere Nutzung des weltweiten Logistiknetzwerks.

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