ANZEIGE

ANZEIGE

Henkel steigert Umsatz zweistellig und hebt Wachstumsprognose an

Logo von Henkel auf dem Dach der Zentrale
Foto: Henkel

Key takeaways

➟ Steigende Absatzmengen und höhere Verkaufspreise sorgen beim Düsseldorfer Konzern für kräftige Zuwächse. Gleichzeitig werden die Jahresziele präzisiert, während steigende Materialkosten und zusätzliche Restrukturierungsmaßnahmen die Ergebnisentwicklung beeinflussen.

Lesezeit ca. 3 Minuten

Der Düsseldorfer Konsumgüter- und Industriekonzern Henkel hat im dritten Quartal 2026 ein deutliches Umsatzwachstum erzielt und seine Jahresprognose angepasst. Nach vorläufigen Zahlen stiegen die Konzernerlöse um elf Prozent auf 5,71 Milliarden Euro. Bereinigt um Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufe von Unternehmen erreichte das organische Wachstum 6,5 Prozent.

Beide Unternehmensbereiche trugen zur positiven Entwicklung bei. Neben höheren Verkaufspreisen verzeichnete Henkel auch steigende Absatzmengen. Gleichzeitig erwartet das Management für das Gesamtjahr höhere Materialkosten und zusätzliche Restrukturierungsaufwendungen.

Klebstoffgeschäft wächst organisch um 7,9 Prozent

Der Unternehmensbereich Adhesive Technologies entwickelte sich im dritten Quartal besonders dynamisch. Die Umsätze erhöhten sich nominal um 11,8 Prozent auf 3,03 Milliarden Euro. Organisch erreichte das Geschäft mit Klebstoffen, Dichtstoffen und funktionalen Beschichtungen ein Wachstum von 7,9 Prozent.

Wesentlichen Anteil daran hatten höhere Verkaufspreise. Diese stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal um 7,2 Prozent, während die Absatzmengen um 0,7 Prozent zunahmen.

Nach Unternehmensangaben verzeichneten sämtliche Geschäftsfelder des Bereichs eine positive organische Entwicklung. Damit blieb Adhesive Technologies der wichtigste Wachstumstreiber innerhalb des Konzerns.

Für das Gesamtjahr zeigt sich Henkel entsprechend zuversichtlicher. Die Prognose für das organische Umsatzwachstum des Unternehmensbereichs wurde von bislang zwei bis vier Prozent auf 4,5 bis 5,5 Prozent angehoben.

Anzeige

Gewinnen in der Plattform-Ökonomie

von Alexander Graf – der Leitfaden für Handelsentscheider
★★★★☆ 4,4 / 5 Sterne
Jetzt bei Amazon entdecken

Waschmittel- und Kosmetikgeschäft legt ebenfalls zu

Auch der Unternehmensbereich Consumer Brands verzeichnete ein deutliches Umsatzplus. Die Erlöse stiegen nominal um 10,1 Prozent auf 2,64 Milliarden Euro. Organisch erhöhte sich der Umsatz um 4,8 Prozent.

Das Wachstum wurde insbesondere von den Geschäftsfeldern Laundry & Home Care sowie Hair getragen. Dabei entwickelten sich sowohl Preise als auch Verkaufsmengen positiv.

Die durchschnittlichen Verkaufspreise erhöhten sich um 3,2 Prozent. Gleichzeitig stieg das Absatzvolumen um 1,6 Prozent. Damit beruhte das Wachstum nicht ausschließlich auf Preisanpassungen, sondern auch auf einer höheren Nachfrage.

Für Consumer Brands erwartet Henkel im Gesamtjahr nun ein organisches Umsatzwachstum zwischen 1,5 und 2,5 Prozent. Die bisherige Prognose hatte bei 0,5 bis 2,5 Prozent gelegen.

Höhere Preise bleiben wesentlicher Wachstumstreiber

Auf Konzernebene entfielen 5,4 Prozentpunkte des organischen Wachstums auf Preissteigerungen. Die Absatzmengen erhöhten sich um 1,1 Prozent. Henkel konnte damit in beiden Unternehmensbereichen zusätzliche Mengen absetzen, während der überwiegende Teil des Wachstums weiterhin aus höheren Preisen resultierte.

Regional entwickelte sich das Geschäft nach Unternehmensangaben durchweg positiv. Sämtliche Regionen leisteten einen Beitrag zur organischen Umsatzsteigerung.

Neben dem laufenden Geschäft setzt Henkel auf Akquisitionen, um sein Portfolio weiterzuentwickeln. Konzernchef Carsten Knobel verwies auf strategische Zukäufe, die zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten in beiden Unternehmensbereichen eröffnen sollen.

Für das Gesamtjahr rechnet Henkel mit einem positiven Beitrag aus Unternehmensübernahmen und Verkäufen im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Wechselkurseffekte dürften den nominalen Umsatz dagegen in ähnlicher Größenordnung belasten.

Materialkosten und Restrukturierung belasten Ausblick

Trotz der starken Umsatzentwicklung bleiben die Kosten ein wesentlicher Faktor für die weitere Ergebnisentwicklung. Henkel erwartet inzwischen einen Anstieg der Preise für direkte Materialien um rund zehn Prozent gegenüber dem Vorjahresdurchschnitt.

Zuvor war das Unternehmen von einem Anstieg im hohen einstelligen Prozentbereich ausgegangen. Die höhere Kostenannahme erhöht den Druck auf die Profitabilität.

Auch die erwarteten Restrukturierungsaufwendungen wurden angepasst. Henkel rechnet für 2026 nun mit Belastungen zwischen 200 und 250 Millionen Euro. Bislang waren 150 bis 200 Millionen Euro vorgesehen.

Die geplanten Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte bleiben dagegen unverändert bei 650 bis 750 Millionen Euro.

Henkel konkretisiert Jahresprognose für 2026

Für das Gesamtjahr erwartet Henkel nun ein organisches Konzernumsatzwachstum zwischen drei und vier Prozent. Die bisherige Prognose hatte eine Spanne von 1,5 bis 3,5 Prozent vorgesehen.

Bei der Profitabilität legt sich das Unternehmen auf konkretere Zielwerte fest. Die bereinigte Umsatzrendite soll konzernweit rund 15 Prozent erreichen. Für Adhesive Technologies werden etwa 16,5 Prozent und für Consumer Brands ebenfalls rund 15 Prozent erwartet.

Beim bereinigten Ergebnis je Vorzugsaktie rechnet Henkel zu konstanten Wechselkursen mit einem Anstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich. Zuvor hatte die Prognose einen breiteren Korridor vom niedrigen bis zum hohen einstelligen Prozentbereich umfasst.

Die vorläufigen Quartalszahlen zeigen damit ein kräftiges Umsatzwachstum in beiden Geschäftsbereichen. Wie sich die höheren Materialkosten und Restrukturierungsaufwendungen im Detail auf die Ergebnisentwicklung auswirken, dürfte mit der vollständigen Veröffentlichung der Quartals- und Neunmonatszahlen am 10. November deutlicher werden.

Must-read

ANZEIGE
JANGER E-Commerce
Wer als Shop-Betreiber, E-Commerce Manager oder Gründer einer E-Commerce-Marke erfolgreich werden möchte, muss drei grundsätzliche Faktoren, Verkaufspsychologie, Außendarstellung und Design sowie Nutzererlebnis, verinnerlichen.

Top-News

Sponsored

Sponsored