Die Verbraucherstimmung in Deutschland bleibt auch im Dezember auf einem Tiefpunkt. Wie das aktuelle Konsumbarometer des Handelsverbands Deutschland (HDE) zeigt, fällt nach einem bereits schlecht angelaufenen Weihnachtsgeschäft der Index auf den niedrigsten Stand seit Jahresbeginn. Die eigentlich konsumstarke Vorweihnachtszeit bringt damit keine Impulse für eine positive Trendwende. Vielmehr scheint das Jahr 2025 aus Sicht der Konsumlaune verloren – ohne Zeichen einer nachhaltigen Erholung.
Konsumlust weicht Sparneigung
Im Vergleich zum November zeigt sich bei den Verbrauchern eine verstärkte Zurückhaltung. Die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen nimmt ab, während zugleich eine höhere Sparneigung geplant ist. Dies deutet auf ein gedämpftes Weihnachtsgeschäft hin, das keine Rekorde erwarten lässt. Trotz der nahenden Feiertage herrscht Verunsicherung unter den Konsumenten – viele blicken pessimistisch auf die wirtschaftliche Entwicklung der nächsten Monate.
Die Konjunkturerwartungen der Befragten sinken erneut und erreichen das niedrigste Niveau seit Anfang 2024. Offenbar rechnen viele nicht mit einem wirtschaftlichen Aufschwung zum Jahreswechsel. Der private Konsum, traditionell ein zentraler Wachstumstreiber der deutschen Binnenwirtschaft, verliert weiter an Bedeutung.
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Einkommenserwartungen steigen leicht
Einzig die persönliche Einkommenssituation wird von den Verbrauchern etwas optimistischer eingeschätzt. Die Einkommenserwartungen steigen gegenüber dem Vormonat leicht an. Möglicherweise wirken sich hier erste staatliche Entlastungsmaßnahmen positiv auf das Stimmungsbild aus.
Trotzdem bleibt der allgemeine Trend negativ. Das Jahr endet auf einem ähnlichen Niveau wie es begonnen hat – mit schwachem Konsumklima und wenig Hoffnung auf einen baldigen Umschwung. Der Ausblick für den privaten Konsum zu Beginn des neuen Jahres bleibt verhalten.
Das HDE-Konsumbarometer basiert auf monatlichen Umfragen unter 1.600 Personen. Es wird vom Handelsblatt Research Institute (HRI) im Auftrag des HDE erstellt und misst nicht das aktuelle Verhalten, sondern die erwartete Entwicklung in den kommenden drei Monaten. Die Ergebnisse gelten als Frühindikator für die wirtschaftliche Dynamik im Bereich Konsum.


