Hugo Boss hat 2025 trotz eines herausfordernden Branchenumfelds seine finanziellen Ziele erreicht und das Jahr mit einem starken vierten Quartal abgeschlossen. Der Konzernumsatz stieg laut Unternehmen währungsbereinigt um 2 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Vor allem das Schlussquartal trug mit einem Plus von 7 Prozent maßgeblich dazu bei. Regional sorgten EMEA (+9 % in Q4) und Amerika (+6 % in Q4) für Wachstum, während das Geschäft in Asien/Pazifik rückläufig blieb.
Starker Großhandel und digitales Wachstum
Der Großhandel legte im vierten Quartal um 14 Prozent zu, das Digitalgeschäft wuchs um 12 Prozent. Auch der stationäre Einzelhandel kehrte im letzten Quartal mit einem Plus von 2 Prozent in den Wachstumsmodus zurück. Die Bruttomarge sank leicht auf 61,5 Prozent, dennoch steigerte der Konzern sein EBIT um 8 Prozent auf 391 Millionen Euro. Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 9,2 Prozent, das Ergebnis je Aktie wuchs um 17 Prozent auf 3,61 Euro. Dank strikter Kostensteuerung und eines Vorratsabbaus von 10 Prozent blieb auch der Free Cashflow mit 499 Millionen Euro auf hohem Niveau. Zudem kündigte Hugo Boss ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 200 Millionen Euro bis Ende 2027 an. Die gesetzliche Mindestdividende von 0,04 Euro soll finanzielle Flexibilität sichern.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
2026 wird zum Jahr der Refokussierung
Für 2026 rechnet der Konzern mit einem währungsbereinigten Umsatzrückgang im mittleren bis hohen einstelligen Bereich. Hintergrund sind bewusste Maßnahmen zur strategischen Neuausrichtung von Marken und Vertriebskanälen. Das EBIT soll zwischen 300 und 350 Millionen Euro liegen. Unter dem neuen strategischen Rahmen „CLAIM 5 TOUCHDOWN“, der Ende 2025 eingeführt wurde, richtet Hugo Boss seinen Fokus stärker auf Profitabilität, Markenstärke und nachhaltigen Free Cashflow. Ziel ist es, langfristig Wertsteigerung zu erzielen und ein robusteres Ertragsprofil zu schaffen.
Vorstand sieht Markenstärke als Basis für langfristigen Erfolg
CEO Daniel Grieder betont, dass der Konzern 2025 gezielt Prozesse optimiert, Kosten reduziert und gleichzeitig in Marken und Produktqualität investiert hat. Trotz makroökonomischer Unsicherheiten und veränderten Konsumentenpräferenzen habe Hugo Boss seine globalen Kundenbeziehungen weiter gestärkt. Die bewussten Maßnahmen im Jahr 2026 – darunter ein fokussierteres Sortiment, mehr Effizienz im weltweiten Vertriebsnetz und ein klarerer Markenauftritt – sollen die Basis für profitables Wachstum ab 2027 legen. „Ich habe volles Vertrauen in unser Team und unsere Strategie“, so Grieder. „Wir sind bereit für das nächste Kapitel von Hugo Boss.“


