Instacart hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 abgeschlossen und zugleich wichtige strategische Initiativen in den Bereichen Kundenerlebnis, Handelspartnerschaften, Werbung und Technologie umgesetzt. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Instacart ein Gross Transaction Volume (GTV) von 37,224 Milliarden US-Dollar (rund 34,4 Mrd. Euro), ein Plus von 11 Prozent. Das Unternehmen meldet insgesamt deutliche Zuwächse bei Umsatz und Bestellungen, treibt seine internationale Expansion voran und arbeitet verstärkt mit großen Marken, Einzelhändlern und Plattformpartnern zusammen.
Verbesserungen für Kunden und neue Funktionen
Instacart investierte 2025 weiter in ein zugängliches und attraktives Einkaufserlebnis. In Zusammenarbeit mit Handelspartnern wurden Preisparität und Preisvorteile ausgeweitet: Hy-Vee, Raley’s und Home Depot Canada sind nun mit identischen stationären Preisen auf dem Marktplatz vertreten, weitere Händler folgen. Zudem führte Pet Supplies Plus spezielle Vorteilspreise für Loyalty-Mitglieder ein, die über Instacart einkaufen.
Durch die Partnerschaft mit OpenAI erhalten Kunden nun die Möglichkeit, direkt innerhalb einer ChatGPT-Konversation einzukaufen und zu bezahlen. Neue Funktionen wie Preference Picker – Bestandteil der Instacart-Qualitätskontrollen – sollen sicherstellen, dass Bestellungen möglichst genau den Kundenvorlieben entsprechen. Die Funktion wurde im zweiten Super-Bowl-Spot des Unternehmens hervorgehoben. Zusätzlich brachte Instacart im Rahmen des „Deal Month“ vier Wochen lang Rabattaktionen zahlreicher Handelsmarken auf die Plattform.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Ausbau des Händlernetzwerks und internationale Expansion
Instacart konnte 2025 eine Reihe neuer Händler integrieren und bestehende Kooperationen vertiefen. Costco bietet nun in Spanien und Frankreich Same-Day-Delivery über Storefront Pro an, während 1-800-Flowers landesweit auf dem Instacart-Marktplatz verfügbar ist. Lush ist mit über 250 Standorten in Nordamerika bei Instacart vertreten – und dies ebenfalls zu Preisparität.
Durch die strategische Partnerschaft mit Toast können dessen Einzelhandelskunden nun auf dem Instacart-Marktplatz aktiv werden; Restaurants können Instacart Business als Beschaffungspartner nutzen. Zudem gewinnen Instacarts E-Commerce- und In-Store-Technologien an Reichweite: Associated Food Stores und Allegiance Retail Services setzten Storefront bzw. Storefront Pro im breiten Filialnetz ein. Auch Caper Carts, FoodStorm und Carrot Tags wurden 2025 bei mehreren Händlern ausgerollt und werden 2026 weiter skaliert.
Werbepartner und Datenlösungen entwickeln sich weiter
Im Geschäftsjahr 2025 baute Instacart sein Werbegeschäft zu einem integrierten Ökosystem aus, das Marken vielfältige datengestützte Kampagnen ermöglicht. Mit Data Hub führte das Unternehmen eine neue Clean-Room-Lösung ein, die Marken – darunter WPP Media und Pacvue – erlaubt, eigene Daten mit Instacarts First-Party-Daten zu analysieren und Off-Platform-Audiences aufzubauen. Gleichzeitig erweiterte Instacart die KI-basierten Empfehlungen im Ads Manager, um Kampagnen noch stärker auf Effizienz und präziseres Brand-Reporting auszurichten.
In Kanada wurde die Partnerschaft mit The Trade Desk intensiviert. Als erster Commerce-Partner der Plattform integriert Instacart dort den vollständigen Produktkatalog und ermöglicht CPG-Marken Echtzeitdaten für optimierte Media-Strategien. Erfolgsstories von Graza, Hershey und Kettle & Fire zeigen, wie Werbekunden mithilfe von Rezeptanzeigen und shoppable Displays zusätzliche Nachfrage und Markenreichweite generieren.
Engagement und Community der Shopper
Die Shopper bilden weiterhin eine zentrale Säule der Plattform. Laut Instacarts Economic Impact Report 2025 haben Shopper inzwischen mehr als 24 Milliarden US-Dollar (rund 22 Mrd. Euro) verdient. Während der zweiten Shopper Appreciation Week wurden die Community mit Lernangeboten und Aktionen gewürdigt. Neue Daten belegen, wie hoch der Stellenwert von Flexibilität ist: 75 Prozent der Shopper nennen sie als Hauptgrund für ihre Tätigkeit; durchschnittlich arbeiten sie weniger als zehn Stunden pro Woche. Mit dem neu eingeführten Shopper Relief Fund unterstützt Instacart Betroffene von Naturkatastrophen mit Zuschüssen von bis zu 2.000 US-Dollar (ca. 1.850 Euro).
Finanzzahlen 2025: zweistelliges Wachstum
Die Zahl der Bestellungen stieg um 15 Prozent auf 338,8 Millionen. Der Gesamtumsatz legte ebenfalls um 11 Prozent zu und erreichte 3,742 Milliarden US-Dollar (ca. 3,47 Mrd. Euro). Die Erlöse aus Transaktionen beliefen sich auf 2,677 Milliarden US-Dollar (ca. 2,48 Mrd. Euro), während Werbung und sonstige Einnahmen 1,065 Milliarden US-Dollar (ca. 988 Mio. Euro) beitrugen.
Der GAAP-Bruttogewinn stieg um 8 Prozent auf 2,758 Milliarden US-Dollar (rund 2,56 Mrd. Euro). Das GAAP-Nettoeinkommen fiel mit 447 Millionen US-Dollar (ca. 414 Mio. Euro) leicht um 2 Prozent, unter anderem aufgrund höherer Verwaltungskosten. Das bereinigte EBITDA wuchs hingegen deutlich um 23 Prozent auf 1,087 Milliarden US-Dollar (ca. 1,01 Mrd. Euro).
Viertes Quartal 2025: stärkstes Wachstum seit drei Jahren
Im Schlussquartal erreichte Instacart ein GTV von 9,852 Milliarden US-Dollar (ca. 9,10 Mrd. Euro), ein Anstieg um 14 Prozent. Die Bestellungen nahmen um 16 Prozent auf 89,5 Millionen zu; der Gesamtumsatz wuchs um 12 Prozent auf 992 Millionen US-Dollar (ca. 918 Mio. Euro). Die Entwicklung im Transaktionsgeschäft und im Werbesektor blieb stabil und resilient.
Der GAAP-Bruttogewinn kletterte auf 716 Millionen US-Dollar (ca. 661 Mio. Euro). Das GAAP-Nettoeinkommen lag bei 81 Millionen US-Dollar (ca. 75 Mio. Euro), bedingt durch gestiegene Kosten infolge regulatorischer und rechtlicher Aufwendungen, darunter eine FTC-Einigung über 60 Millionen US-Dollar (ca. 55 Mio. Euro). Das bereinigte EBITDA stieg um 20 Prozent auf 303 Millionen US-Dollar (ca. 280 Mio. Euro). Der operative Cashflow wuchs ebenfalls um 20 Prozent auf 184 Millionen US-Dollar (rund 170 Mio. Euro).
Ausblick auf das erste Quartal 2026
Für das erste Quartal 2026 erwartet Instacart ein GTV zwischen 10,125 und 10,275 Milliarden US-Dollar (ca. 9,36–9,50 Mrd. Euro). Das bereinigte EBITDA wird mit 280 bis 290 Millionen US-Dollar (rund 259–268 Mio. Euro) prognostiziert. Das Unternehmen geht davon aus, dass das GTV-Wachstum erneut zweistellig ausfallen und über dem Bestellwachstum liegen wird, insbesondere aufgrund der vollständigen Wirkung des 10-Dollar-Mindestwarenkorbs für Instacart+-Mitglieder. Saisonale Schwankungen im Werbegeschäft werden das EBITDA gegenüber dem vierten Quartal voraussichtlich leicht dämpfen.


