Am 11. Dezember 2025 hat JINGDONG Industrials (JD Industrials, JDi) den Handel an der Hauptbörse in Hongkong aufgenommen. Das Unternehmen, eine Tochtergesellschaft des neuen MediaMarktSaturn-Eigentümers JD.com, gilt als führender Anbieter für industrielle Lieferkettenlösungen in China und erzielte laut eigenen Angaben eine Bewertung auf Basis eines Ausgabepreises von 14,10 Hongkong-Dollar pro Aktie. Insgesamt sollen rund 2,8 Milliarden Hongkong-Dollar (ca. 330 Mio. Euro) durch das Angebot eingenommen werden, sofern die Mehrzuteilungsoption nicht gezogen wird.
Stetiges Wachstum und digitale Stärke
Seit seiner Gründung im Jahr 2017 verfolgt JINGDONG Industrials das Ziel, Datenflüsse zu optimieren und physische Warenbewegungen auf das Nötigste zu reduzieren. Dieser digitale Fokus hat dem Unternehmen ein starkes Wachstum beschert: Der Umsatz stieg von 14,1 Milliarden RMB im Jahr 2022 auf 20,4 Milliarden RMB in 2024 – ein jährliches Wachstum von über 20 Prozent. In den ersten acht Monaten des Jahres 2025 wurden bereits 14,1 Milliarden RMB umgesetzt, ein Plus von knapp 19 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Auch die Rentabilität entwickelte sich positiv: Der bereinigte Nettogewinn kletterte von 710 Millionen RMB (2022) auf 910 Millionen RMB (2024), was einem durchschnittlichen Wachstum von rund 13 Prozent entspricht. Für das erste Halbjahr 2025 wurden 500 Millionen RMB als bereinigter Gewinn ausgewiesen.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Breite Kundenbasis und Technologie im Fokus
JINGDONG Industrials bedient rund 11.000 Großkunden sowie Millionen kleiner und mittelständischer Unternehmen. In China zählen etwa 60 Prozent der Fortune-500-Konzerne sowie 40 Prozent der globalen Fortune-500-Unternehmen zu den Kunden. Über die Plattform sind mehr als 158.000 Hersteller, Zulieferer und Distributoren verbunden. Insgesamt bietet das Unternehmen über 81 Millionen Produkte in über 80 Kategorien an – mit Schwerpunkten in den Bereichen MRO, BOM-Komponenten und Ersatzteile.
Ein technologisches Alleinstellungsmerkmal ist der Einsatz eigener digitaler Lösungen wie der Plattform Taipu sowie des Sprachmodells JoyIndustrial, das speziell für industrielle Lieferketten entwickelt wurde. Diese Werkzeuge unterstützen Kunden bei der Bedarfsplanung, Auftragsabwicklung und Kostenoptimierung.
CEO Song Chunzheng betonte zum Börsengang: „Gestützt auf das Lieferketten-Ökosystem von JD.com werden wir weiter in digitale Intelligenz investieren, um unseren Partnern und nun auch Aktionären langfristigen Mehrwert zu bieten.“



