Die Kering Foundation startet gemeinsam mit der McGill University und der Sexual Violence Research Initiative (SVRI) ein mehrjähriges Forschungsprogramm, das sich mit der häufig übersehenen Überschneidung von Gewalt gegen Frauen und Gewalt gegen Kinder beschäftigt. Laut Kering ist es Ziel der Initiative, lokale, evidenzbasierte Forschung zu fördern und praxisorientierte Lösungen zu entwickeln.
Internationale Förderung junger Wissenschaftler
Ein zentrales Element des Programms ist die Förderung von Nachwuchswissenschaftlern. An der McGill University erhalten Doktoranden und Postdoktoranden eine praxisnahe Ausbildung, die sie in systematische Übersichtsarbeiten, evidenzbasierte Interventionsstrategien sowie internationale Forschungsprojekte einbindet. Besonderes Augenmerk liegt auf der Beteiligung von Kindern, Pflegepersonen und Fachkräften in Kanada und Frankreich, um deren Perspektiven im Kontext von Gewalt in Betreuungseinrichtungen zu erfassen.
Parallel dazu unterstützt die SVRI gezielt junge Forschende in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Neben Stipendien für wissenschaftliche Arbeiten legt die Organisation besonderen Wert auf den Ausbau lokaler Kapazitäten und den Aufbau von Partnerschaften, um die Forschung über die Schnittstellen von Gewalt gegen Frauen und Kinder nachhaltig zu stärken.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Forschung mit Wirkung auf Praxis und Politik
Die Kering Foundation plant gemeinsam mit ihren Partnern die Durchführung von Workshops, Webinaren und weiteren Veranstaltungen, um Forschungsergebnisse sichtbar zu machen und politische sowie gesellschaftliche Impulse zu setzen. Ziel ist es, den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in konkrete Maßnahmen und Programme sicherzustellen.
Laut François-Henri Pinault, Vorsitzender der Kering Foundation, ist die neue Partnerschaft Ausdruck des langfristigen Engagements gegen geschlechtsspezifische Gewalt: „Wir haben gelernt, dass Kooperation zu nachhaltigen Ergebnissen führen kann.“ Auch McGill-Professorin Delphine Collin-Vezina und SVRI-Direktorin Elizabeth Dartnall betonen die Bedeutung von internationaler Zusammenarbeit, lokaler Verankerung und der Perspektive Betroffener für eine wirksame Forschung.
Mit dem neuen Programm möchte die Kering Foundation ein globales Netzwerk stärken, das Forschung, Politik und Praxis enger miteinander verzahnt – mit dem gemeinsamen Ziel, Gewalt gegen Frauen und Kinder nachhaltig zu bekämpfen.


