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CEO Outlook 2026: Deutsche Unternehmen werden optimistischer

Skyline in Frankfurt am Main
Foto: Unsplash

Key takeaways

➟ Laut KPMG erwarten 86 Prozent der deutschen CEOs Wachstum. KI-Investitionen und Übernahmen gewinnen an Bedeutung. Gleichzeitig rechnen 43 Prozent mit KI-bedingtem Personalabbau.

Lesezeit ca. 3 Minuten

Die Wachstumserwartungen deutscher Unternehmenschefs steigen erstmals seit mehreren Jahren wieder. Laut dem „KPMG CEO Outlook 2026“ rechnen 86 Prozent der befragten CEOs mit einer positiven Geschäftsentwicklung innerhalb der kommenden drei Jahre. Im Vorjahr waren es 72 Prozent, 2024 noch 77 Prozent.

Mehr als zwei Drittel erwarten für ihr Unternehmen ein Wachstum von mindestens 2,5 Prozent. Gleichzeitig beurteilen 78 Prozent die Aussichten ihrer Branche und des Wirtschaftsstandorts Deutschland positiv.

Bei der Weltwirtschaft bleiben die Führungskräfte zurückhaltender. Hier erwarten lediglich 62 Prozent Wachstum, nach 64 Prozent im Vorjahr.

KI wird für 77 Prozent zur Investitionspriorität

Künstliche Intelligenz gewinnt in den Investitionsstrategien deutscher Unternehmen weiter an Bedeutung. 77 Prozent der CEOs zählen KI zu ihren wichtigsten Investitionsfeldern. Ein Jahr zuvor lag dieser Anteil bei 68 Prozent.

Dabei erwarten 94 Prozent, innerhalb von spätestens drei Jahren eine Rendite aus ihren KI-Investitionen zu erzielen, oder haben diese bereits erreicht.

79 Prozent haben nach eigenen Angaben eine klare Vorstellung davon, wie KI ihre Geschäftsmodelle verändern könnte. 95 Prozent trauen ihrem Unternehmen zu, mit der technologischen Entwicklung Schritt zu halten.

KPMG sieht darin Anzeichen für einen zunehmend strategischen Umgang mit KI. Die Technologie soll nicht nur bestehende Prozesse effizienter machen, sondern auch neue Geschäftsmodelle ermöglichen.

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KI verändert Personalplanung und Qualifikationen

Die zunehmende Automatisierung wirkt sich auf die Personalstrategien aus. 82 Prozent der befragten CEOs planen, zusätzliche Beschäftigte mit KI- und Technologiekompetenzen einzustellen.

Weitere 74 Prozent wollen Weiterbildungs- und Umschulungsprogramme ausbauen. 76 Prozent überarbeiten bestehende Stellenprofile und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten.

Gleichzeitig rechnen 43 Prozent mit einem KI-bedingten Personalabbau. Die Ergebnisse zeigen damit, dass Unternehmen neue technologische Kompetenzen aufbauen und parallel Veränderungen beim Personalbestand erwarten.

Neun von zehn CEOs erwägen Übernahmen

Neben Investitionen in neue Technologien bleiben Unternehmenszukäufe ein wichtiger Bestandteil der Wachstumsstrategien.

90 Prozent der deutschen CEOs ziehen innerhalb der nächsten drei Jahre Akquisitionen in Betracht. 60 Prozent erwarten dabei Transaktionen mit moderaten Auswirkungen auf das eigene Unternehmen.

Weitere 30 Prozent rechnen mit strategisch bedeutenden Übernahmen. Im Vorjahr lag dieser Anteil bei 58 Prozent.

KPMG-Deutschlandchef Mattias Schmelzer sieht Akquisitionen insbesondere als Möglichkeit, zusätzliche Kompetenzen und Technologien zu erschließen. Unternehmen wollen damit ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken und neue Geschäftsfelder entwickeln.

Regulierung und geopolitische Risiken bleiben Belastungsfaktoren

Trotz der verbesserten Geschäftserwartungen sehen deutsche CEOs erhebliche Risiken für ihre Wachstumspläne.

30 Prozent nennen regulatorische Anforderungen als wesentliche Herausforderung, gefolgt von geopolitischer Instabilität mit 29 Prozent.

Jeweils 27 Prozent verweisen auf eine schwache Weltwirtschaft und die Widerstandsfähigkeit von Lieferketten. Cyber- und Datensicherheitsrisiken werden von 25 Prozent genannt.

Mit Blick auf die kommenden drei Jahre erwarten 81 Prozent Auswirkungen regulatorischer Anforderungen auf ihre Geschäftsentwicklung. Auch die Kosten technologischer Infrastruktur beschäftigen 80 Prozent der Befragten.

Cyberkriminalität sehen 79 Prozent als relevanten Einflussfaktor, steigende Kosten und Inflation 78 Prozent.

Optimismus konzentriert sich auf eigene Unternehmen

Nach Einschätzung von KPMG beruht die gestiegene Zuversicht weniger auf einer grundlegenden Verbesserung der internationalen Rahmenbedingungen als auf dem Vertrauen in die eigene Wettbewerbsfähigkeit.

Unternehmen setzen demnach verstärkt auf technologische Modernisierung, organisatorische Veränderungen und gezielte Zukäufe, um ihr Wachstum selbst voranzutreiben.

Für den CEO Outlook 2026 befragte KPMG zwischen August und September weltweit 1.400 Unternehmenschefs, darunter 125 aus Deutschland.

Berücksichtigt wurden Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 500 Millionen US-Dollar. Die Untersuchung umfasst zwölf Märkte und zwölf Branchen.

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