ANZEIGE

ANZEIGE

KfW-Gründungsmonitor 2024: Wieder Rückgang von Gründungen erwartet

Leeres Büro eines Startup
Foto: StartupStockPhotos / Pixabay

Key takeaways

Der KfW-Gründungsmonitor 2024 verzeichnet einen leichten Anstieg der Existenzgründungen in Deutschland um 3 % auf 568.000. Besonders Nebenerwerbsgründungen legten stark zu. Der Anteil der Gründerinnen erreichte 44 %. Trotz dieser positiven Trends bleiben finanzielle Risiken und bürokratische Hürden die größten Herausforderungen für angehende Unternehmer. Für 2024 wird ein Rückgang der Gründungstätigkeit erwartet.

Lesezeit ca. 2 Minuten
Anzeige

Gewinnen in der Plattform-Ökonomie

von Alexander Graf – der Leitfaden für Handelsentscheider
★★★★☆ 4,4 / 5 Sterne
Jetzt bei Amazon entdecken

Der KfW-Gründungsmonitor 2024 zeigt, dass die Zahl der Existenzgründungen in Deutschland im vergangenen Jahr 2023 leicht um 3 % auf insgesamt 568.000 gestiegen ist. Interessant dabei: Während die Vollerwerbsgründungen um 8 % auf 205.000 zurückgingen, stiegen die Nebenerwerbsgründungen um 11 % auf 363.000. Die Gesamtzahl der Gründungen konnte somit trotz stagnierender Konjunktur und Arbeitsmarktsituation leicht zulegen.

Der Anteil der Gründerinnen stieg 2023 auf 44 %, was leicht über dem bisherigen Höchstwert von 43 % liegt. Besonders hoch ist die Präferenz für berufliche Selbstständigkeit in Hamburg mit 29 %, während Sachsen-Anhalt mit 18 % das Schlusslicht bildet.

Ein weiterer Punkt des KfW-Gründungsmonitors ist die nach wie vor starke Dominanz des Dienstleistungssektors mit knapp 70 % aller Gründungen, gefolgt vom Handel mit 22%. Digitale und „internetbasierte Gründungen“ machen insgesamt etwa ein Fünftel aller Gründungen aus.

Sieben von zehn Existenzgründungen werden ausschließlich mit eigenen Finanzmitteln der Gründer umgesetzt. Nur 21 % nutzen externes Kapital. Der Kapitaleinsatz steigt dabei weiter: 38 % der Gründer investieren mehr als 10.000 EUR, im Vergleich zu 31 % im Vorjahr. Gründungen, die nur mit Sachmitteln realisiert werden, sind mit 10 % so selten wie noch nie.

Die Planungsquote, also der Anteil der 18- bis 64-Jährigen, die eine Gründung aktiv planen, sank von 4,5 % im Jahr 2022 auf 3,6 %. Zudem wird nur ein Bruchteil der Gründungspläne tatsächlich umgesetzt. 2023 lag die Quote der wahrscheinlich umsetzbaren Gründungen bei lediglich 2,2 %, im Vergleich zu 2,5 % im Vorjahr. Insgesamt bleibt der Gründergeist in Deutschland also eher schwach ausgeprägt.

Hauptgründe gegen eine Selbstständigkeit bleiben finanzielle Risiken, bürokratische Hürden und mangelnde Einkommenssicherheit. 73 % der Befragten nannten finanzielle Risiken als Hauptgrund gegen eine Selbstständigkeit, gefolgt von 69 % mit bürokratischen Hürden und 64 % mit mangelnder Einkommenssicherheit.

Die KfW betont, dass das makroökonomische Umfeld derzeit wenig Impulse für Existenzgründungen bietet und für 2024 sogar ein Rückgang der Gründungstätigkeit erwartet wird.

Ähnliche Artikel

Must-read

ANZEIGE
JANGER E-Commerce
Wer als Shop-Betreiber, E-Commerce Manager oder Gründer einer E-Commerce-Marke erfolgreich werden möchte, muss drei grundsätzliche Faktoren, Verkaufspsychologie, Außendarstellung und Design sowie Nutzererlebnis, verinnerlichen.

Top-News

Sponsored

Sponsored