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Logistik 2026: Warum KI und Resilienz über Erfolg entscheiden

Roboterarm und Sterne als Symbolik für Zukunft und KI
Foto: Tara Winstead / Pexels

Key takeaways

Die neue BVL-Studie zeigt: Logistik- und SCM-Unternehmen erkennen die Bedeutung von KI, Digitalisierung und Resilienz, doch viele setzen sie nicht konsequent um. Während Cybersicherheit als beherrschbar gilt, bleibt KI eine große Herausforderung. Resilienz wird strategisch, Nachhaltigkeit verliert an Relevanz – vorerst.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Noch nie war der Handlungsdruck in Logistik und Supply Chain Management so groß wie 2025/26 – das zeigt die neue BVL-Studie „Trends und Strategien in Logistik und Supply Chain Management“. Über 200 Fach- und Führungskräfte aus dem deutschsprachigen Raum wurden zu ihren Prioritäten, Herausforderungen und Strategien befragt. Deutlich wird: Zwischen Anspruch und Realität klafft weiterhin eine tiefe Lücke.

Cybersicherheit, Digitalisierung und Kostendruck bleiben Top-Themen

Im Zentrum stehen drei Dauerbrenner: Cybersicherheit, digitale Prozesse und Kostendruck. Während Letzterer seit Jahren als strukturelle Herausforderung gilt, ist die digitale Transformation inzwischen nicht nur technologische Notwendigkeit, sondern zentraler Erfolgsfaktor für resiliente und agile Lieferketten. Cybersicherheit wird trotz wachsender Bedrohungen zunehmend als beherrschbar wahrgenommen – möglicherweise ein trügerisches Gefühl angesichts steigender Angriffsflächen.

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Künstliche Intelligenz: Hype trifft Umsetzungshemmnisse

Besondere Brisanz erhält das Thema Künstliche Intelligenz. KI gilt als strategisch hochrelevant, wird aber vielerorts noch nicht zielgerichtet eingesetzt. Generative KI und datengetriebene Entscheidungsmodelle werden als Schlüsseltechnologien erkannt, scheitern in der Praxis jedoch häufig an fehlendem Know-how, mangelhafter Datenqualität oder begrenzten Ressourcen. Zwei Drittel der befragten Unternehmen wollen KI in den nächsten fünf Jahren dennoch ausbauen oder neu einführen – ein klares Signal, dass hier erheblicher Nachholbedarf besteht.

Resilienz rückt ins Zentrum strategischer Planung

Die sogenannte „Triple Transformation“ – bestehend aus Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Resilienz – prägt das Denken der Unternehmen. Doch es zeigen sich klare Verschiebungen in der Gewichtung: Resilienz und Digitalisierung haben Nachhaltigkeit in der Priorisierung überholt. Viele Unternehmen reagieren damit auf wachsende Unsicherheiten und steigende Anforderungen an ihre Lieferkettenstabilität. Investiert wird in Maßnahmen wie Risikomanagement, Transparenz und engere Zusammenarbeit. Gerade kleine und mittlere Unternehmen holen hier spürbar auf.

Zwischen Relevanz und Umsetzung klafft eine Lücke

Trotz gestiegener Investitionen und wachsender Sensibilität bleibt ein zentrales Problem bestehen: Die Mehrheit der Unternehmen verzeichnet eine deutliche Diskrepanz zwischen der wahrgenommenen Relevanz der Transformationsthemen und ihrer praktischen Umsetzung. Nur eine kleine Gruppe schafft es bislang, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Resilienz strategisch integriert voranzutreiben. Wer 2026 wettbewerbsfähig sein will, muss Trends nicht nur erkennen, sondern auch systematisch umsetzen – insbesondere im Bereich KI und Dateninfrastruktur.

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