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Matches feiert Comeback unter neuem Luxuskonsortium Hulcan

Foto des Wimbledon-Stores von MATCHES Fashion
Foto: MATCHES

Key takeaways

Die ehemaligen Heat- und Mile-Gründer Joe Wilkinson und Mario Maher haben Matches und die Eigenmarke Raey übernommen. Mit ihrer neuen Luxusgruppe Hulcan und prominenten Investoren planen sie einen Neustart beider Marken im Jahr 2026.

Lesezeit ca. 3 Minuten

Knapp zwei Jahre nach der Insolvenz des britischen Luxusmodehändlers Matches kehrt die Marke zurück – unter völlig neuer Führung und mit einem ambitionierten Plan. Die Gründer der Shopping-App Mile, Joe Wilkinson und Mario Maher, haben Matches sowie die beliebte Eigenmarke Raey übernommen. Beide Unternehmen werden Teil ihres neu gegründeten Luxuskonzerns Hulcan.

Frasers Group verkauft Matches weiter – Mile-Gründer übernehmen

Die Matches-Übernahme erfolgt durch zwei Unternehmer, die in der Branche längst nicht unbekannt sind: Wilkinson, ein früherer Stylist, und Maher, ein ehemaliger Banker, sind die Köpfe hinter Mile (zuvor Heat), einer von LVMH unterstützten Shopping-Plattform für Mitglieder. Mit Mile haben sie sich in der Luxuswelt einen Namen gemacht, indem sie exklusive und rabattierte Produkte von mehr als 150 Marken anbieten – darunter Marni, Brunello Cucinelli und Comme des Garçons.

Mit der Gründung von Hulcan bündeln sie nun Matches, Raey und Mile unter einem Dach. Die Finanzierung stammt unter anderem von Frasers Group, Palm-Angels-Gründer Francesco Ragazzi, der sein Label an Bluestar verkauft hatte, dem Investmentfonds PagsGroup sowie Investoren wie LVMH Luxury Ventures, der Hermès-Familie, Stefano Rosso und Carmen Busquets. Insgesamt sollen laut Berichten von Vogue Business rund 150 Millionen US-Dollar (ca. 140 Millionen Euro) zur Verfügung stehen.

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Neustart mit angepasstem Geschäftsmodell

Der Relaunch von Matches und Raey ist für das Jahr 2026 geplant. Im Zentrum des neuen Konzepts steht nicht der reine Onlinehandel, sondern eine umfassendere Herangehensweise an Luxus: Technologie, Markenkommunikation und Community-Building sollen miteinander verschmelzen. „Wir bauen nicht einfach nur Shops, wir gestalten neue Formen des Markenerlebnisses“, so Wilkinson. Es gehe darum, wie Menschen Marken entdecken, erleben und sich mit ihnen verbinden.

Maher ergänzt: „Wir wollen die Tiefe und Qualität der Partnerschaften mit Marken ausbauen und Matches in eine moderne, kuratierte Omnichannel-Erfahrung überführen. Dabei bleibt die DNA der Marke erhalten – aber mit neuer Stimme und digitalem Fokus.“

Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Raey. Die Eigenmarke hatte sich bei Kunden von Matches großer Beliebtheit erfreut, insbesondere wegen ihrer hochwertigen Basics zu etwas günstigeren Preisen. Die neue Eigentümerstruktur eröffnet der Marke nun zusätzliche Freiheiten zur Weiterentwicklung – sowohl im Design als auch in der Markenstrategie. Ob ehemalige Lieferanten weiterhin Teil des Konzepts sind, bleibt offen.

Alte Probleme, neue Ansätze

Der Neustart erfolgt in einem schwierigen Marktumfeld. Der vorherige Eigentümer Frasers Group hatte Matches erst im Dezember 2023 für 52 Millionen Pfund übernommen. Wenige Monate später folgte bereits die Abwicklung. Laut Frasers war der Restrukturierungsaufwand zu hoch, der Kapitalbedarf zu groß. In der Folge wurden über 270 Mitarbeitende entlassen und rund 50 Millionen Pfund Schulden gegenüber Markenpartnern blieben bestehen. Die Markenrechte verkaufte Frasers später für 20 Millionen Pfund (zzgl. Mehrwertsteuer) – diese sind nun Teil von Hulcan.

Trotz dieser Vorgeschichte zeigen sich Wilkinson und Maher optimistisch. „Wir haben die Assets und die Rechte erworben, das gibt uns einen klaren Neustart“, so Wilkinson. Man könne die Plattform nun nach eigenen Vorstellungen gestalten. Dabei helfe der unternehmerische Ansatz: „Wir sind ein kleines, agiles Team und können schneller reagieren.“

Mehr als nur ein Revival

Langfristig planen die Hulcan-Gründer zusätzliche Zukäufe und eine Ausweitung der Gruppe. Konkrete Namen wurden bislang nicht genannt, doch schon Anfang 2026 sollen weitere Details zur Expansion und zum Führungsteam bekannt gegeben werden.

Ob Matches an den früheren Erfolg anknüpfen kann, bleibt abzuwarten. Viele der einst engen Partnerschaften mit Marken wurden während der Frasers-Zeit beschädigt. Doch Wilkinson und Maher setzen auf Transparenz und Dialog: „Wir wissen, dass es Fragen geben wird. Aber wir bauen etwas Neues. Was war, ist Vergangenheit.“

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