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LuisaViaRoma: CEO übernimmt alle Anteile von Style Capital

Models mit LuisaViaRoma Shopping Bags
Foto: LuisaViaRoma

Key takeaways

LuisaViaRoma verliert seinen Großinvestor: Style Capital verkauft nach vier Jahren seinen Anteil an CEO Tommaso Maria Andorlini. Während sich der Luxus-E-Commerce konsolidiert, stemmt sich der Händler mit Expansion und Restrukturierung gegen die Marktherausforderungen – zuletzt mit 310 Millionen Euro Umsatz und 30 Millionen Euro Schulden.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Vier Jahre nach dem Einstieg zieht sich Style Capital wieder aus LuisaViaRoma zurück. Der italienische Investor verkauft laut WWD seinen 40-prozentigen Anteil an den CEO Tommaso Maria Andorlini, der damit neben seiner operativen Rolle auch Gesellschafter des Luxusmode-Händlers wird. Der Ausstieg markiert einen weiteren Umbruch im hart umkämpften Markt für digitalen Luxushandel.

Style Capital hatte sich 2021 über eine Kapitalerhöhung an LuisaViaRoma beteiligt. Ziel war es, das Wachstum des traditionsreichen, in Florenz ansässigen Unternehmens voranzutreiben. Zeitgleich wurde Andrea Panconesi, Enkel der Gründerin Luisa Jaquin, Präsident des Unternehmens, das damals rund 230 Millionen Euro Umsatz erzielte.

Strategische Expansion und Herausforderungen

Seit dem Amtsantritt von Andorlini im Jahr 2023 – er folgte auf Alessandra Rossi – hat LuisaViaRoma seinen Expansionskurs fortgesetzt. Dazu zählt die Eröffnung eines zweiten stationären Geschäfts in New York sowie der Ausbau digitaler Initiativen. Unter anderem ging eine Partnerschaft mit Camera Buyer Italia und deren Marktplatz hervor, mit dem Ziel, ein vernetztes Multistore-Erlebnis zu schaffen. Zudem übernahm LuisaViaRoma die Firmen Holding IT und Playground Srl, um Kompetenzen im E-Commerce-Management sowie im Bereich Luxus-Sportswear zu stärken.

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Strukturwandel und finanzielle Lage

Diese Entwicklungen fallen jedoch in eine Phase zunehmender Unsicherheit im Luxus-E-Commerce. Der Markt, der während der Pandemie florierte, ist inzwischen von Konsolidierungen geprägt. Wettbewerber wie Farfetch mussten gerettet werden, MatchesFashion wurde verkauft und anschließend geschlossen. LuisaViaRoma selbst sah sich gezwungen, im Juli 2025 eine Restrukturierung einzuleiten. Dazu gehörte die Schließung des Standorts Mailand. Im August beantragte das Unternehmen Schutzmaßnahmen vor dem Handelsgericht in Florenz, um mit Gläubigern weiter verhandeln zu können.

Im Geschäftsjahr 2024 erzielte LuisaViaRoma noch 310 Millionen Euro Umsatz. Dennoch stand ein Finanzdefizit von 30 Millionen Euro in den Büchern. Eine Kapitalerhöhung von knapp 20 Millionen Euro konnte die Bilanz kurzfristig stützen – doch der Rückzug von Style Capital verdeutlicht, dass der Druck auf digitale Luxusplattformen steigt.

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