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Meta bietet EU-Nutzern ab 2026 Wahlfreiheit bei personalisierter Werbung

Zwei Frauen mit Instagram und Facebook Logos
Foto: Freepik

Key takeaways

Meta wird Facebook- und Instagram-Nutzern in der EU ab Januar 2026 neue Optionen zur Datennutzung anbieten. Nutzer können dann zwischen stark personalisierter und eingeschränkter Werbung wählen. Der Schritt erfolgt auf Druck der EU-Kommission, die Meta wegen Verstoßes gegen das Digitalrecht bereits mit einer Geldstrafe belegt hatte.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Nutzer von Facebook und Instagram in der EU sollen ab Januar 2026 mehr Kontrolle darüber erhalten, wie stark personalisiert die Werbung ist, die ihnen angezeigt wird. Der US-Konzern Meta reagiert damit auf regulatorischen Druck der EU-Kommission und will künftig zwei Optionen zur Auswahl stellen: vollständig personalisierte Werbung auf Basis umfangreicher Datenfreigabe oder eine eingeschränkte Version mit weniger personenbezogenen Informationen.

Neue Auswahlmöglichkeiten für Facebook- und Instagram-Nutzer

Hintergrund ist ein laufendes Verfahren der Europäischen Kommission, bei dem Meta bereits im April 2025 wegen Verstoßes gegen das Gesetz über digitale Märkte (Digital Markets Act, DMA) eine Strafe in Höhe von 200 Millionen Euro erhalten hatte. Der Vorwurf: Meta habe es Nutzern nicht ermöglicht, sich bewusst gegen eine umfassende Datennutzung zu entscheiden.

Die neuen Wahlmöglichkeiten werden laut EU-Kommission den Anforderungen des DMA gerecht. Nutzer können künftig entweder der umfangreichen Datennutzung zustimmen, um weiterhin stark personalisierte Werbung zu erhalten, oder sich für eine weniger datenintensive Variante entscheiden. Letztere führt dazu, dass die angezeigte Werbung weniger auf individuelle Nutzerprofile abgestimmt ist.

Die Umsetzung dieser Optionen ist das Ergebnis eines intensiven Dialogs zwischen der Europäischen Kommission und Meta. Es ist das erste Mal, dass der Konzern in seinen sozialen Netzwerken eine echte Auswahlmöglichkeit bei der Datennutzung für Werbezwecke anbietet. Nach der Einführung im Januar 2026 will die Kommission die Auswirkungen der neuen Maßnahmen analysieren – unter Einbeziehung von Meta sowie weiteren beteiligten Akteuren.

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Recht auf wirksame Wahl

Das Gesetz über digitale Märkte verpflichtet große Digitalkonzerne wie Meta, den Nutzern echte und transparente Wahlmöglichkeiten zu bieten. Die Kommission betont, dass die EU-Bürger das Recht haben müssen, selbstbestimmt über die Nutzung ihrer Daten zu entscheiden – ohne dabei auf essenzielle Dienste verzichten zu müssen. Die Einführung der neuen Werbeoptionen durch Meta wird als wichtiger Schritt zur Einhaltung dieser Vorgaben gewertet.

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