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Mexikos neue Zollpolitik trifft Shein und Co – und lokale Wiederverkäufer

Flagge von Mexiko
Foto: Tim Mossholder / Pexels

Key takeaways

Mit einer neuen Einfuhrsteuer von 19 % will Mexiko die heimische Textilbranche schützen. Besonders betroffen sind chinesische Plattformen wie Shein und deren Wiederverkäufer, die nun höhere Kosten tragen müssen. Die Regierung hofft, dass asiatische Unternehmen in Mexiko produzieren und Arbeitsplätze zurückkehren. Kritiker warnen jedoch, dass Kunden auf informelle Märkte ausweichen könnten.

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Während die USA mit Zöllen auf Waren aus Mexiko, Kanada und China eine neue Stufe eines Handelskriegs gezündet hat, hat auch Mexiko eine neue Einfuhrsteuer von 19 % auf Waren aus Ländern ohne Handelsabkommen eingeführt – darunter auch China. Besonders betroffen sind daher vor allem asiatische E-Commerce-Plattformen wie Shein, Temu und Alibaba sowie die Millionen von Wiederverkäufern, die sich auf diese günstigen Importwaren stützen. Während die Regierung mit der Maßnahme heimische Hersteller stärken will, geraten kleine Reseller unter Druck.

Wie Restofworld.org berichtet, kaufen viele der rund 3,1 Millionen informellen Wiederverkäufer – überwiegend Frauen – kaufen Kleidung und Accessoires auf Plattformen wie Shein und verkaufen diese mit einem kleinen Aufschlag weiter. Doch die neue Steuer schmälert ihre Gewinne erheblich.

Für Plattformen wie Shein bedeutet die neue Regelung eine erhebliche Herausforderung. Bisher konnten sie von einer Steuerbefreiung für Waren unter 50 US-Dollar profitieren – ähnlich der „De-minimis-Regelung“ der USA – was ihnen einen Wettbewerbsvorteil gegenüber lokalen Herstellern verschaffte. Nun müssen sie entweder ihre Preise erhöhen oder ihre Logistik anpassen, um weiter konkurrenzfähig zu bleiben.

Die mexikanische Regierung verfolgt mit dem neuen Zoll mehrere Ziele. Sie will nicht nur die heimische Textilbranche schützen, die in den letzten Jahren fast 80.000 Arbeitsplätze verloren hat, sondern auch asiatische Unternehmen dazu bewegen, in Mexiko zu produzieren. Langfristig könnte dies Arbeitsplätze zurückholen und Mexiko als Produktionsstandort attraktiver machen.

Während chinesische Plattformen nach Lösungen suchen, intensiviert die mexikanische Regierung offenbar ihre Gespräche mit Amazon und MercadoLibre. Ziel sei es, eigene Marktplätze für mexikanische Produkte zu schaffen, beispielsweise für Wein oder andere lokale Waren.

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