PayPal hat mit dem Programm „Transaction Graph Insights & Measurement“ eine neue Lösung für Werbetreibende und Händler vorgestellt. Die Technologie verspricht erstmals eine vollständige Sicht auf das reale Kaufverhalten von Kunden – und zwar über einzelne Plattformen hinaus. Dabei greift PayPal auf seine riesige Datenbasis zurück, die mehr als 430 Millionen Nutzerkonten und Transaktionen von zig Millionen Händlern umfasst.
Die neue Werbelösung startet laut PayPal zunächst in den USA und soll in Kürze auch in den beiden größten europäischen Märkten, Deutschland und Großbritannien, folgen.
Vollständige Sicht auf reale Einkaufsreisen
Im Zentrum des neuen Angebots steht der sogenannte Transaktionsgraph. Damit kann PayPal – im Gegensatz zu klassischen Plattformen wie Google oder Meta – das gesamte Kaufverhalten eines Nutzers nachvollziehen, auch wenn dieser sich auf mehreren Seiten und Plattformen bewegt. Ein Beispiel: Ein Kunde sucht bei einem Händler nach Laufschuhen, vergleicht auf einem Marktplatz Preise, informiert sich über Rezensionen auf sozialen Medien, zahlt das Startgeld für einen Marathon über Venmo und kauft schließlich die Schuhe per PayPal. Während andere Anbieter nur einzelne Stationen dieser Reise erfassen, sieht PayPal das Gesamtbild.
Diese umfassende Datenlage ermöglicht es Marken, hochrelevante Zielgruppen zu erkennen, Marktanteile in bestimmten Kategorien realistisch einzuschätzen und den tatsächlichen Verkaufserfolg von Kampagnen zu messen. Statt nur Klicks oder Impressions zu bewerten, lässt sich nun konkret nachvollziehen, welche Maßnahmen zum Kauf geführt haben.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Erste Partner und Erfolgsbeispiele
Ulta Beauty, die größte Fachhandelskette für Kosmetikprodukte in den USA, nutzte die neue Lösung bereits in einer Testkampagne. Mit Offsite Ads auf der sogenannten „Premium Web“-Plattform von PayPal konnte Ulta einen 20-prozentigen Anstieg der mit PayPal bezahlten Transaktionen verzeichnen. Zudem ergab eine unabhängige Markenmessung durch Lucid eine Steigerung der Markenbeliebtheit um 136 Prozent gegenüber dem Branchenbenchmark.
Zusätzlich zum Analysetool „Transaction Graph Insights“ bietet PayPal eine eigene Measurement-Suite, die auf First-Party-Daten basiert. Damit werden Reportings, Attributionsmodelle und sogenannte „Incrementality“-Analysen ermöglicht. Für unabhängige Validierungen arbeitet PayPal außerdem mit Partnern wie AppsFlyer, Cint, Experian, iSpot oder Kantar zusammen.
Blizzard Entertainment sieht darin eine Chance für datengestützte Optimierung: „Die Möglichkeit, mit Hilfe von Commerce-Intelligence unsere Spieleveröffentlichungen, Medienstrategie und Performance-Messung zu verbessern, passt perfekt zu unserem Ansatz zur Spielerbindung“, sagte Blizzard-CMO Monica Austin.


