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Umfrage zeigt Anwender-Defizite bei Backups und Passwortpflege

Symbolik zu Passwort und PC Sicherheit
Foto: Freepik

Key takeaways

Viele Menschen löschen regelmäßig Dateien und Apps von ihren Geräten. Maßnahmen wie Passwortwechsel, Backups oder das Entfernen alter Onlinekonten werden laut einer Umfrage dagegen selten durchgeführt.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Das Löschen alter Dateien, ungenutzter Apps oder Browserdaten gehört für viele Menschen in Deutschland inzwischen zur regelmäßigen digitalen Routine. Maßnahmen, die unmittelbar der Cybersicherheit dienen, werden dagegen deutlich seltener umgesetzt. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von Kaspersky. Zwar aktualisieren viele Nutzer ihre Geräte regelmäßig, doch beim Ändern von Passwörtern, dem Erstellen von Backups oder der Überprüfung alter Onlinekonten bestehen weiterhin erhebliche Lücken.

Browserdaten und ungenutzte Apps werden häufig entfernt

Nach Angaben der Studie löschen jeweils 77 Prozent der Befragten regelmäßig Browserdaten wie Cookies, Cache oder Verlauf beziehungsweise entfernen selten genutzte Apps. Auch das Aussortieren doppelter Dateien sowie das Verwalten von Fotos und Videos gehören für viele zum digitalen Alltag. Rund 61 Prozent organisieren zudem Dokumente und E-Mails mithilfe von Ordnern oder Filtern. Dennoch gibt jeder sechste Befragte an, seine digitalen Daten überhaupt nicht regelmäßig aufzuräumen.

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Passwortpflege und Backups bleiben Schwachstellen

Während 77 Prozent regelmäßig Betriebssysteme und Anwendungen aktualisieren, ändern lediglich 39 Prozent ihre Passwörter in festen Abständen. Auch regelmäßige Datensicherungen sind keine Selbstverständlichkeit: Nur 38 Prozent erstellen routinemäßig Backups wichtiger Dateien. Etwas mehr als die Hälfte verschiebt Daten zwar gelegentlich in Cloud-Dienste oder auf externe Speichermedien, eine systematische Sicherungsstrategie fehlt jedoch häufig. Darüber hinaus überprüfen nur 18 Prozent regelmäßig App-Berechtigungen und Datenschutzeinstellungen.

Alte Konten erhöhen das Sicherheitsrisiko

Auch beim Umgang mit nicht mehr genutzten Onlinekonten sehen die Studienautoren Nachholbedarf. Nur 58 Prozent kontrollieren oder löschen alte Accounts regelmäßig, obwohl gerade vergessene Benutzerkonten mit wiederverwendeten Passwörtern ein attraktives Ziel für Cyberkriminelle darstellen können. Gespeicherte Zahlungsmethoden entfernen lediglich 40 Prozent der Befragten. Nach Einschätzung von Kaspersky lassen sich viele Risiken durch einfache Sicherheitsroutinen deutlich reduzieren.

Automatisierung soll den digitalen Alltag erleichtern

Kaspersky empfiehlt, wiederkehrende Aufgaben möglichst zu automatisieren. Dazu zählen automatische Software-Updates, regelmäßige Backups sowie der Einsatz von Passwort-Managern. Ebenso sollten ungenutzte Anwendungen vollständig entfernt und App-Berechtigungen regelmäßig überprüft werden. Durch automatisierte Bereinigungsfunktionen und eine konsequente Verwaltung von Zugangsdaten lasse sich der Aufwand reduzieren und gleichzeitig die Sicherheit persönlicher Daten erhöhen.

Regelmäßige Pflege verbessert Sicherheit und Geräteleistung

Neben dem Sicherheitsaspekt wirkt sich digitales Aufräumen auch positiv auf die Leistung von Smartphones und Computern aus. Das Entfernen unnötiger Dateien schafft Speicherplatz, verbessert die Übersicht und kann die Performance erhöhen. Die Umfrage macht jedoch deutlich, dass viele Nutzer zwar auf Ordnung achten, zentrale Sicherheitsmaßnahmen wie starke Passwörter, Backups oder die Bereinigung alter Nutzerkonten aber weiterhin deutlich seltener umsetzen.

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