Visa hat im vierten Quartal und im Gesamtjahr 2025 robuste Zahlen vorgelegt. Der US-Zahlungsdienstleister profitierte dabei von einem anhaltend starken Konsumverhalten sowie einer steigenden Zahl an Transaktionen – sowohl national als auch grenzüberschreitend.
Deutliches Umsatzplus trotz Sonderbelastungen
Im vierten Quartal stieg der Umsatz um 12 Prozent auf 10,7 Milliarden US-Dollar (rund 10,1 Mrd. Euro). Für das gesamte Geschäftsjahr lag der Umsatz bei 40 Milliarden US-Dollar (etwa 37,8 Mrd. Euro), was einem Plus von 11 Prozent entspricht. Der Anstieg basiert auf der dynamischen Entwicklung bei Zahlungsvolumen (+8 % bis +9 %), grenzüberschreitenden Transaktionen (+13 %) sowie insgesamt 257,5 Milliarden verarbeiteten Transaktionen (+10 %).
Der ausgewiesene Quartalsgewinn sank allerdings um 4 Prozent auf 5,1 Milliarden US-Dollar (ca. 4,8 Mrd. Euro), was unter anderem auf eine Rückstellung von 899 Millionen US-Dollar für Rechtsstreitigkeiten zurückzuführen ist. Bereinigt um Sonderposten kletterte der Gewinn hingegen um 7 Prozent auf 5,8 Milliarden US-Dollar (5,5 Mrd. Euro).
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Starkes operatives Geschäft über alle Sparten hinweg
Besonders dynamisch entwickelte sich der Bereich Datenverarbeitung mit einem Umsatzplus von 17 Prozent auf 5,4 Milliarden US-Dollar. Die internationalen Transaktionserlöse stiegen um 10 Prozent auf 3,8 Milliarden US-Dollar. Auch sonstige Erlöse legten deutlich um 21 Prozent zu. Gleichzeitig stiegen die Kundenanreize um 17 Prozent auf 4,2 Milliarden US-Dollar – ein Ausdruck des intensiven Wettbewerbs in der Branche.
Auf Jahressicht stiegen die Non-GAAP-Gewinne um 11 Prozent auf 22,5 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte Gewinn pro Aktie lag bei 11,47 US-Dollar – ein Zuwachs von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Aktienrückkäufe und Dividendenerhöhung
Visa investierte weiter massiv in den Rückkauf eigener Aktien: Im letzten Quartal wurden Anteile im Wert von 4,9 Milliarden US-Dollar erworben, im Gesamtjahr belief sich diese Summe auf 18,2 Milliarden US-Dollar. Zudem wurde die Quartalsdividende um 14 Prozent auf 0,67 US-Dollar pro Aktie angehoben.
Strategische Weichenstellungen für die Zukunft
CEO Ryan McInerney betonte, dass Visa weiter in seine Plattform „Visa as a Service“ investiere, um als globaler Infrastrukturanbieter für Zahlungsdienste zu agieren. Zentrale Zukunftsthemen wie Tokenisierung, Echtzeit-Transfers, KI-gestützter Handel und Stablecoins sollen dabei eine wichtige Rolle spielen.
Visa sieht sich gut aufgestellt, um vom Wandel im Zahlungsverkehr zu profitieren. Die breite Diversifikation im Geschäftsmodell und technologische Innovationskraft gelten als zentrale Erfolgsfaktoren.


