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US-Debüt für Scayle: Zalando startet B2B-Offensive in den USA

Zalando Headquarter in Berlin
Foto: Zalando

Key takeaways

Zalando plant den Einstieg in den US-Markt mit seinem B2B-Angebot Scayle. Erste Deals stehen offenbar kurz bevor. Zudem sieht der Berliner Fashiongigant eine wachsende Bedeutung von KI für den Plattform-Traffic, weshalb Zalando auch von Beginn an das neue Protokoll von Google unterstützt.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Zalando bereitet den Eintritt in den US-Markt mit seinem B2B-Geschäft vor. Laut Co-CEO David Schröder steht die erste Partnerschaft mit einem amerikanischen Kunden kurz vor dem Abschluss. Wie Bloomberg berichtet, kündigte Schröder in einem Interview an, dass Zalando nun auch Teams vor Ort aufgebaut habe, um aktiv mit Marken und Händlern in den USA zu sprechen.

Der US-Markt gilt für Zalando als besonders vielversprechend für die B2B-Plattform Scayle, die durch die Übernahme von About You im Jahr 2025 in den Besitz des Unternehmens überging und um das Zalando mit ZEOS und Tradebyte ein ganzes E-Commerce Ökosystem aufgebaut hat. Die Software, die unter anderem bei NETTO und der UK-Kaufhausikone Harrod’s im Einsatz ist, unterstützt Marken beim kanalübergreifenden Management von Lagerbeständen und Markenauftritt. Während Schröder das Gesamtpotenzial des B2B-Segments auf mehrere Milliarden Euro beziffert, sollen allein durch Softwareangebote künftig einige hundert Millionen Euro Umsatz generiert werden.

KI verändert das Kundenverhalten

Neben der internationalen Expansion setzt Zalando zunehmend auf künstliche Intelligenz. Bereits heute stammen über 80 Prozent des Traffics auf der Plattform aus organischen Quellen – nur ein kleiner Teil entfällt auf bezahlte Werbung über Plattformen wie Google oder Meta. Laut Schröder wird inzwischen ein niedriger einstelliger Prozentbereich des Traffics über KI-gesteuerte Tools wie Chatbots oder digitale Agenten generiert.

Dabei sieht Zalando vor allem im kürzlich gestarteten Universal Commerce Protocol (UCP) von Google eine Chance, sich frühzeitig in einem sich wandelnden E-Commerce-Umfeld zu positionieren. Die offene Schnittstelle soll es Händlern ermöglichen, besser mit konsumierenden Nutzern in KI-gesteuerten Shoppingprozessen zu interagieren. Zalando ist der einzige europäische Online-Händler, der als offizieller Supporter des neuen Google-Protokolls, das unter anderem mit Shopify, Walmart und Target mitentwickelt wurde, vom Beginn an dabei ist. Schröder betont, Zalando wolle dort präsent sein, wo sich die Kunden aufhalten.

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Anleger bleiben zurückhaltend

Obwohl die Aktie am Freitag kurzfristig etwas zulegte, bleibt die langfristige Kursentwicklung enttäuschend. Seit dem Höchststand im Pandemiejahr 2021 hat Zalando über 20 Milliarden Dollar (ca. 18,5 Milliarden Euro) an Marktwert eingebüßt. Trotz zuletzt solider Quartalsergebnisse zweifeln viele Investoren daran, ob Zalando seine Margen nachhaltig steigern kann. Schröder kündigte in dem Interview an, dass das Unternehmen im März klare Prioritäten kommunizieren werde – inklusive einer vereinfachten Erzählung zur strategischen Ausrichtung.

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