ChatGPT erweitert sein Angebot mit „ChatGPT Health“, einer speziell für den Gesundheitsbereich entwickelten Version des KI-Assistenten. Ziel ist es, Menschen eine sichere und personalisierte Möglichkeit zu bieten, ihre Gesundheitsfragen besser zu verstehen und sich auf Arztbesuche vorzubereiten. Dabei steht laut OpenAI der Schutz sensibler Daten im Fokus. Das neue Sektion ist vorerst nur in den USA verfügarb. Nutzer in Europa und Deutschland werden wohl noch (länger) warten müssen – auch aufgrund anderer Regulatorik.
Gesundheitsdaten sicher verknüpfen
Die neue Funktion erlaubt es Nutzern, Gesundheitsdaten aus medizinischen Akten oder Fitness-Apps wie Apple Health, MyFitnessPal oder Function mit ChatGPT zu verbinden. Dadurch können Antworten stärker personalisiert und beispielsweise Laborwerte oder Fitnessdaten verständlicher erklärt werden. Zum Start ist die Integration medizinischer Daten allerdings nur in den USA möglich. Apple Health setzt zudem ein iOS-Gerät voraus.
OpenAI betont, dass ChatGPT Health keine Diagnosen stellt und die medizinische Versorgung nicht ersetzen soll. Vielmehr soll die KI dabei helfen, Muster zu erkennen, Informationen einzuordnen und sich besser auf medizinische Gespräche vorzubereiten. Auch Fragen zu Versicherungen oder der eigenen Lebensweise können auf Basis der verknüpften Daten fundierter beantwortet werden.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Separater Bereich mit erweiterten Datenschutzfunktionen
ChatGPT Health agiert innerhalb einer geschützten Umgebung, getrennt vom restlichen Chatverlauf. Informationen, Erinnerungen und Dateien aus diesem Bereich bleiben isoliert und fließen nicht in andere Gespräche ein. Die Gespräche in ChatGPT Health werden weder zur Modellweiterentwicklung verwendet noch mit anderen Teilen von ChatGPT geteilt.
Technisch setzt OpenAI auf eine zusätzliche Verschlüsselungsebene sowie eine Isolation der Datenverarbeitung. Nutzer können jederzeit den Zugriff auf Gesundheitsdaten entziehen oder verbundene Apps wieder trennen. Für zusätzliche Sicherheit wird die Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung empfohlen.
Entwicklung mit Ärzten weltweit
Entwickelt wurde ChatGPT Health in Zusammenarbeit mit über 260 Ärzten aus 60 Ländern und verschiedenen Fachrichtungen. Ihre Rückmeldungen zu mehr als 600.000 Modellantworten flossen in die Entwicklung ein. Mit der eigens entwickelten Bewertungsmethodik „HealthBench“ wird geprüft, wie hilfreich, verständlich und sicher die Antworten im medizinischen Kontext sind.
Die ersten Nutzer mit einem ChatGPT-Free-, Go-, Plus- oder Pro-Abo – außerhalb Europas – können sich über eine Warteliste anmelden. Die allgemeine Verfügbarkeit ist in den kommenden Wochen geplant. Ziel ist es, Menschen weltweit ein Werkzeug an die Hand zu geben, um selbstbewusster und informierter mit ihrer Gesundheit umzugehen – ohne dabei auf Datenschutz zu verzichten.


