DHL Express führt eine neue KI-gestützte Lösung zur automatischen Erkennung von Sendungsinhalten ein. Mithilfe von Computer Vision analysiert das System Fotos von Versandartikeln und erstellt innerhalb weniger Sekunden eine zollkonforme Beschreibung für den internationalen Versand.
KI soll Zollprozesse vereinfachen
Die neue Technologie soll einen bislang besonders aufwendigen Schritt im internationalen Versand deutlich vereinfachen. Bisher mussten Versender ihre Sendungsinhalte eigenständig und möglichst präzise beschreiben, um Probleme bei der Zollabfertigung zu vermeiden.
Mit der neuen Lösung genügt künftig ein Foto des Artikels. Das System analysiert das Bild serverseitig, erkennt den Gegenstand und erstellt automatisch eine strukturierte Beschreibung nach internationalen Zollstandards.
Kunden können den Vorschlag anschließend prüfen, anpassen oder überschreiben, bevor die Sendung abgeschlossen wird.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Schnellere Abfertigung und bessere Datenqualität
DHL verspricht sich von der KI-Lösung eine deutlich höhere Datenqualität und schnellere Abläufe entlang der gesamten Versandkette. Fehlerhafte oder unvollständige Angaben sollen reduziert werden, wodurch Rückfragen und Verzögerungen bei der Zollabfertigung seltener auftreten.
Die Lösung ist direkt in den Buchungsprozess integriert und kann ohne Registrierung genutzt werden. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um die erste großflächig verfügbare Anwendung dieser Art in der internationalen Expresslogistik.
Computer Vision wird Teil der Customer Journey
DHL sieht die neue Funktion als wichtigen Schritt beim Einsatz künstlicher Intelligenz im Logistikbereich. Besonders die automatische Bilderkennung soll den internationalen Versand einfacher und nutzerfreundlicher machen.
Das Unternehmen reagiert damit nach eigenen Angaben auf Kundenfeedback und den Wunsch nach vereinfachten Zoll- und Versandprozessen.
Die KI-Anwendung wurde bereits in mehreren Märkten eingeführt und soll schrittweise weltweit ausgerollt werden.
Einführung zunächst in acht Ländern
Aktuell steht die Funktion in Deutschland, Kanada, Hongkong, den Niederlanden, Singapur, Südafrika, Spanien und den Vereinigten Arabischen Emiraten zur Verfügung.
Im Laufe des Jahres 2026 plant DHL Express eine schrittweise globale Einführung der Technologie. Ziel ist es, internationale Versandprozesse stärker zu automatisieren und gleichzeitig die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern.


