Kommunikationsstärke, Teamfähigkeit, Eigenverantwortung – diese Fähigkeiten zählen für viele Unternehmen mehr als reines Fachwissen, wenn es um den Einstieg ins Berufsleben geht. Zwei Drittel der Unternehmen in Deutschland erwarten von Berufsanfängern vor allem soziale Kompetenzen und Selbstorganisation. Fachliche Expertise wird hingegen nur von etwa jedem zweiten Betrieb vorausgesetzt. Das zeigt eine aktuelle Befragung von Randstad und dem ifo Institut unter Personalleitern.
Lernbereitschaft und digitale Skills im Fokus
58 Prozent der Unternehmen betonen die Bedeutung von Lern- und Anpassungsfähigkeit als zentrale Kompetenz. Im Bereich des Fachwissens dominieren Grundlagenkenntnisse und digitale Fähigkeiten. Kreativität und Innovationskraft werden dagegen nur von rund zehn Prozent der Befragten als wichtig eingestuft, was auf ein vergleichsweise geringes Gewicht dieser Eigenschaften bei der Auswahl von Nachwuchskräften hindeutet.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
KI verändert Tätigkeitsfelder – (noch) nicht aber die Stellenanzahl
Der technologische Wandel wirkt sich bereits auf die Aufgabenverteilung im Unternehmen aus. 14 Prozent der befragten Betriebe nutzen Künstliche Intelligenz, um Aufgaben von Berufseinsteigern zu übernehmen. Und der Trend setzt sich fort: In den nächsten drei Jahren rechnen 40 Prozent der Unternehmen mit einem weiter wachsenden KI-Einsatz in diesem Bereich.
Überraschend konstant bleibt jedoch die Zahl der Einstiegspositionen: Zwei Drittel der Firmen berichten von stabilen Beschäftigungszahlen in den letzten drei Jahren, und die Mehrheit erwartet auch künftig keine wesentlichen Veränderungen.


