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Lands’ End steigert Umsatz und kehrt in die Gewinnzone zurück

Lands End Store in den USA
Foto: Lands' End

Key takeaways

➟ Das Digitalgeschäft in den USA sorgt bei Lands’ End für Wachstum, während sich die Profitabilität unterschiedlich entwickelt. Nach der WHP-Transaktion geht der Händler zudem mit deutlich reduzierter Verschuldung ins Weihnachtsgeschäft.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Lands’ End hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 Umsatz und Profitabilität verbessert. Der Nettoerlös stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,7 Prozent auf 302,0 Millionen US-Dollar. Unter dem Strich erzielte der US-Händler einen Gewinn von 3,5 Millionen Dollar nach einem Verlust von 3,7 Millionen Dollar im Vorjahr.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie verbesserte sich von minus 0,12 auf plus 0,11 Dollar. Bereinigt erreichte Lands’ End einen Gewinn von 2,7 Millionen Dollar beziehungsweise 0,09 Dollar je Aktie.

US-E-Commerce wächst um neun Prozent

Wachstumstreiber war das digitale Geschäft in den USA. Der Umsatz des U.S. Digital Segments erhöhte sich um 5,3 Prozent auf 268,9 Millionen Dollar. Im US-E-Commerce stiegen die Erlöse um neun Prozent auf 182,4 Millionen Dollar, wobei Nachholeffekte nach Problemen bei der Einführung eines neuen Lagerverwaltungssystems zum Wachstum beitrugen.

Das Outfitters-Geschäft legte um 4,4 Prozent auf 69,3 Millionen Dollar zu. Dagegen sank der Umsatz mit Drittpartnern um 20,4 Prozent auf 17,2 Millionen Dollar, nachdem Lands’ End margenstärkere Geschäfte gegenüber niedrigwertigem Aktionsvolumen priorisiert hatte. Das europäische E-Commerce-Geschäft blieb mit 19,7 Millionen Dollar nahezu stabil.

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Bruttomarge steigt auf 52 Prozent

Der Bruttogewinn erhöhte sich um 9,5 Prozent auf 157,0 Millionen Dollar. Die Bruttomarge verbesserte sich um rund 320 Basispunkte von 48,8 auf 52,0 Prozent, wozu insbesondere Erstattungen von IEEPA-Zöllen beitrugen.

Die Vertriebs- und Verwaltungskosten stiegen auf 135,3 Millionen Dollar beziehungsweise 44,8 Prozent des Umsatzes. Lands’ End investierte unter anderem stärker in digitales Marketing zur Neukundengewinnung und verzeichnete zusätzliche Kosten durch die vorübergehenden Probleme mit dem Lagerverwaltungssystem.

Bereinigtes EBITDA fällt um 25 Prozent

Trotz der Rückkehr in die Gewinnzone entwickelte sich das bereinigte EBITDA rückläufig. Es sank gegenüber dem Vorjahresquartal um 25 Prozent von 15,1 auf 11,3 Millionen Dollar.

Die Lagerbestände lagen Ende Juli mit 342,0 Millionen Dollar rund 13 Prozent über dem Vorjahresniveau. Das Unternehmen begründet den Anstieg vor allem mit dem saisonalen Bestandsaufbau für das Herbst- und Weihnachtsgeschäft sowie den im Vorjahr wegen Zollunsicherheiten bewusst niedrig gehaltenen Vorräten.

WHP-Transaktion reduziert Verschuldung

Lands’ End verwendete den Großteil der 300 Millionen Dollar aus der bereits angekündigten Transaktion mit WHP Global zur vollständigen Rückzahlung seines Term Loans. Ende Juli bestanden noch 60 Millionen Dollar an Kreditaufnahmen unter der ABL-Fazilität.

Gleichzeitig kaufte das Unternehmen im zweiten Quartal eigene Aktien für 10,5 Millionen Dollar zurück. Damit wurden nach Unternehmensangaben rund drei Prozent der ausstehenden Aktien erworben. Das laufende Rückkaufprogramm bietet noch ein Volumen von bis zu 89,2 Millionen Dollar.

Lands’ End erwartet bis zu 1,35 Milliarden Dollar Umsatz

Für das Gesamtjahr 2026 prognostiziert Lands’ End einen Umsatz zwischen 1,30 und 1,35 Milliarden Dollar. Das bereinigte EBITDA soll zwischen 62 und 70 Millionen Dollar erreichen, während der bereinigte Nettogewinn bei 13 bis 21 Millionen Dollar erwartet wird.

Für das dritte Quartal stellt das Unternehmen Erlöse zwischen 300 und 330 Millionen Dollar sowie ein bereinigtes EBITDA von 14 bis 18 Millionen Dollar in Aussicht. Nach der Normalisierung der zuvor beeinträchtigten US-E-Commerce- und Outfitters-Abläufe richtet Lands’ End den Fokus nun auf das wichtige Weihnachtsgeschäft.

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