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McKinsey: KI liefert im LEH noch kaum messbaren Mehrwert

Illustration von Daten
Foto: depositphotos.com

Key takeaways

Trotz steigender Investitionen bleibt der wirtschaftliche Nutzen von KI im Einzelhandel bislang begrenzt. Gleichzeitig wachsen Eigenmarken und Preisdruck – Händler suchen verstärkt nach neuen Erlösquellen und Effizienzpotenzialen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der europäische Lebensmitteleinzelhandel hat sich 2025 leicht erholt, steht jedoch weiterhin unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Eine aktuelle Analyse von McKinsey & Company zeigt: Trotz wachsender Umsätze bleibt die erhoffte Wertschöpfung durch Künstliche Intelligenz bislang weitgehend aus.

Leichtes Wachstum, anhaltender Margendruck

Die Umsätze im europäischen Lebensmittelhandel stiegen 2025 um drei Prozent und damit etwas stärker als im Vorjahr. Dennoch sehen sich die Unternehmen weiterhin mit hohen Kosten und sinkenden Margen konfrontiert. Mehr als drei Viertel der befragten CEOs nennen genau diesen Druck als zentrale Herausforderung.

Für das Management bedeutet das: Wachstum allein reicht nicht aus, um die wirtschaftliche Lage nachhaltig zu stabilisieren.

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Eigenmarken gewinnen weiter an Bedeutung

Die anhaltende Preissensibilität der Verbraucher treibt den Trend zu günstigeren Alternativen weiter voran. In Deutschland stieg der Anteil von Eigenmarken auf 37 Prozent.

Ein Großteil der Konsumenten greift bewusst häufiger zu Handelsmarken, während gleichzeitig Ausgaben für Premiumprodukte sinken. Diese Entwicklung verschärft den Wettbewerb zwischen Herstellern und Händlern zusätzlich.

KI bleibt strategisch wichtig – aber wirtschaftlich schwach

Trotz steigender Investitionen zeigt sich ein deutliches Spannungsfeld: Künstliche Intelligenz steht zwar bei vielen Unternehmen ganz oben auf der Agenda, liefert aber bislang nur begrenzte finanzielle Effekte.

Fast die Hälfte der befragten Führungskräfte sieht KI als zentrale Priorität. Gleichzeitig berichten nur wenige Unternehmen von messbaren Ergebnisverbesserungen. Ein Großteil kann bislang keinen klaren Einfluss auf das operative Ergebnis feststellen.

Investitionen steigen schneller als der Nutzen

Die Ausgaben für KI und digitale Technologien sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen und wachsen schneller als der Gesamtmarkt. Dennoch bleibt der konkrete Return on Investment oft unklar.

Viele Unternehmen befinden sich noch in einer frühen Phase der Umsetzung oder kämpfen mit der Integration der Technologien in bestehende Prozesse.

Wachstumsperspektiven bleiben begrenzt

Langfristig erwarten Experten nur ein sehr moderates Wachstum im Kerngeschäft. Zusätzliche Potenziale sehen viele Händler daher in neuen Geschäftsmodellen und ergänzenden Erlösquellen.

Insbesondere Bereiche wie Retail Media gewinnen an Bedeutung, während Effizienzsteigerungen durch Automatisierung und KI als notwendige Voraussetzung für zukünftiges Wachstum gelten.

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